Die Wurzeln dieser urtümlichen Trainingsgeräte liegen im Dunkeln der Vergangenheit. Einige Geschichten erzählen von Ursprüngen in Schottland, aber fest steht, dass die europäischen Strongmen am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts regelmäßig damit trainiert haben.
Die Eisenkugeln gibt es in verschiedenen Größen und Gewichtsklassen. Während die traditionellen Kettlebells meistens in 16, 24 und 32 Kilo unterteilt waren, gibt es heute Kettlebells von 4 – 48 Kilo und somit findet jeder seine persönliche Herausforderung.
Was aber kann man damit tun und worin liegen die Vorteile der Kettlebells, sind es nicht einfach nur runde Hanteln? Viele von Ihnen wissen, dass ich ein sehr großer Anhänger von Bodyweight Exercises, also von Übungen mit dem eigenen Körpergewicht bin.
Diese Übungen sind unglaublich effektiv, weil sie:
- Den Körper als Ganzes trainieren und keine einzelnen Muskeln isolieren
- Die Koordinationsfähigkeit und das Körpergefühl eines Menschen steigern
- Gleichzeitig Kraft und Ausdauer entwickeln
- Den Rumpf extrem stärken und trainieren
- Sehr viel Spaß machen
- Ökonomisch sind, Sie können in kurzer Zeit viel für ihren Körper tun
- Die isometrische Kraftentwicklung fördern
- Den Körper beweglich halten
Wissen Sie was? Fast alle dieser Vorteile treffen auch auf die Kettlebells zu und das machen sie zu einer idealen Ergänzung zu dem Training mit dem eigenen Körpergewicht.
Durch ihre Form kann man mit Kettlebells ganz spezielle Übungen ausführen, die mit normalen Hanteln kaum oder nur sehr schlecht möglich sind. Das Training mit diesen „Eisenmonstern“ besteht also nicht aus Bizeps und Butterfly Curls und anderen isolierten Übungen, sondern aus Bewegungen, die den gesamten Körper trainieren, den Rumpf stärken und selbst für fitte Sportler eine Herausforderung sind.
Das Training macht extrem viel Spaß, ist aber nicht ganz ungefährlich und damit kommen wir zu den drei einzigen kleinen Nachteilen, die diese Geräte im Gegensatz zu Übungen mit dem eigenen Körpergewicht haben: Kettlebells kosten Geld, sind nicht leicht zu transportieren und man kann sich leichter damit verletzen als mit Liegestützen, Klimmzügen und Co.
Ich würde sagen, Kettlebells sind nicht für jeden gemacht und 80% der Menschen, die einfach nur aus Spaß an der Freude fit werden wollen, sind mit den grundlegenden Bodyweight Exercises mehr als gut bedient.
Kettlebells sind für spezielle Menschen, für Leute, die ihre Grenzen austesten wollen, die keine Angst davor haben, sich wirklich zu schinden und die den Ehrgeiz besitzen, nicht nur fit sondern fast schon übermenschlich fit zu sein.
Bodyweight Exercises in Kombination mit Kettlebell Training machen 110% fit. Das nachfolgende Mini-Workout ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit nur wenigen Übungen ein komplettes Training absolvieren kann.
Die erste Übung, die ich Ihnen vorstelle, ist der Swing. Bei dieser Übung wird der gesamte Körper beansprucht und sie stellt eine grundlegende Bewegung vieler Kettlebell-Übungen dar.
Einarmiger /Zweiarmiger Swing:
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