Neue Trendsportarten: Von River-Bugging bis Slacklining
Albrecht E. Arnold / pixelio.de
Rafting, Capoeira und Speedclimbing war gestern. Die neuen Schlagwörter in Sachen Freizeit sind Riverbugging, Zumba und Slacklining.
Wenn es um die kostbaren Stunden zwischen Schaffen und Schlafen geht, werden die Menschen weltweit immer erfinderischer. 'Durch die Online-Welt werden neue Trends immer schneller verbreitet. Das Internet-Phänomen 'Planking' und seine kreativen Neuformierungen wie zum Beispiel 'Batmanning' oder 'Owling' sind nur ein Beispiel dafür. Fun-Sportarten, die eigentlich in kleinen Szenen entstehen, erhalten durch das Internet Massenwirkung und bringen neue Vielfalt in die Freizeitwelt, auch wenn man selbst keiner Szene angehört' weiß Rodney Younce, Mitgründer und Geschäftsführer von Regiondo (www.regiondo.de), dem neuen Online-Marktplatz gegen Langeweile. Der Freizeitexperte hat die beliebtesten Freizeittrends eingefangen:
Riverbugging - Der mit der Wildwasserwelle tanzt
'Riverbug' heißt das neue neuseeländische Zauberwort für alle Wildwasser-Waghalsigen. Bei dem neuen Trendsport aus Übersee steigt man, bewaffnet mit speziellen Neopren-'Froschhandschuhen', Flossen, Helm und Neoprenanzug in ein schlauchbootartiges Gummi-Gefährt und bewegt sich, wie ein 'river bug', also ein Flusskäfer, durch wildes Gewässer. Das Schöne an dem Trend aus Neuseeland: Er ist im Vergleich zu klassischen Fluss-Sportarten wie z. B. Kanu- oder Kajakfahren leicht zu lernen und kann fast überall ausgeübt werden, wo es Wasser gibt: Ob steile Bergbäche und wuchtiges Wildwasser oder entspannt auf einem ruhigeren Fluss. Anfängern empfiehlt Regiondo eine geführte Tour mit Sicherheitseinweisung, zum Beispiel im Harz.
Schlackern auf der Slackline
'Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm und vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran' Die Schrittfolge aus dem beliebten Kinder-Wanderspiel ist so einfach, dass wir sie heute noch können. Aber wer traut sich das Ganze auf einem 2,5 Zentimeter breiten Spanngurt in mehreren Metern Höhe, über dem Wasser oder im Dunkeln? Für echte Slackliner ein Kinderspiel. Bei dem Trend aus der Kletterszene, der ähnlich dem Seiltanz ist, geht es darum, sich möglichst elegant auf einem nachgebenden Gurt zu bewegen, der in etwa 30 Meter Länge zwischen zwei fixen Punkten gespannt wird - Saltos, Drehungen und Hinsetzen inklusive. Die Leine, die ursprünglich von Kletterern gespannt wurde, um die Balance zu verbessern, wirkt wahre Wunder: Sie stärkt nicht nur das physische Gleichgewicht, Körpergefühl und -Spannung, sondern beeinflusst auch das psychische Gleichgewicht positiv, indem sie die Koordinationsfähigkeit und Konzentration fördert. Anfänger spannen den Gurt idealerweise auf Knie- bis Hüfthöhe zwischen zwei Bäumen, zum Beispiel im Park. Profis können sich bei Regiondo als Trainer anmelden und ihr Know-how weitergeben.
