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Olympischer Sport: Bogenschießen
Foto: aboutpixel.de / hbert

Peking 2008

Olympischer Sport: Bogenschießen

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am 8. August werden in der chinesischen Hauptstadt Peking die 29. Olympischen Sommerspiele eröffnet. 202 Nationen nahmen 2004 in Athen teil. In Peking soll diese Zahl noch übertroffen werden. 302 Wettkämpfe werden bis zum 24. August in 28 Sportarten ausgetragen. In vier Wettbewerben werden auch die 128 Bogenschützen im Einzel- und Mannschaftskampf in Peking gegeneinander antreten – bei einem Sport, dessen Geschichte bis 30.000 Jahre v. Chr., in die Altsteinzeit, zurückgeht. Über eine Schussdistanz von genau 70 Metern müssen sowohl Männer als auch Frauen die 1,22 Meter große Scheibe treffen.


Ursprünglich wurde der Bogen als Jagd- und Kriegswaffe genutzt. Er sorgte dafür, dass Menschen Tiere fangen und damit ihr Überleben sichern konnten. Nicht nur im alten Rom wurden damit Kriege entschieden. Als erste Waffe überhaupt war es damit möglich, den Gegner niederzustrecken, ohne sich ihm zu nähern. Besonders begabt sei Robin Hood gewesen, der als Rächer der Armen in den Wäldern die Kutschen der Adligen ausraubte und die Beute an die Mittellosen verteilte. Noch heute heißt ein Treffer beim Bogenschießen, bei dem der Schuss einen bereits in der Scheibe steckenden Pfeil trifft „Robin-Hood-Schuss“.
Heute werden Pfeil und Bogen zumindest in Deutschland nur noch zu sportlichen Zwecken genutzt, ihr Gebrauch ist in Vereinen organisiert, den Sport ausüben kann wirklich jeder. Es sei keine besondere Konstitution nötig, sagt der Trainer der deutschen Nationalmannschaft Falk Thiele. In Spanien gab er kürzlich beim Cluburlaub Kurse für Laien. Allerdings seien die technischen Anforderungen nur noch beim Golf komplexer, so Thiele.
Und die Ausrüstung ist umfangreich und kostspielig. Für die Pfeile ist ein Köcher erforderlich. Ein Arm- und Fingerschutz bewahren vor Verletzungen beim Ziehen der Sehne. Wo einst das bloße Auge das Ziel fixieren musste, sorgen nun spezielle Visiere für optimale Treffsicherheit. Die Bogensehne lässt sich mit Geräuschdämpfern aufrüsten, Stabilisatoren geben zusätzlichen Halt.
Sportlich anerkannt wurde das Bogenschießen im Jahre 1900, als es zur olympischen Disziplin erhoben wurde. Nur 20 Jahre später wurde es von der Liste wieder gestrichen. Seit Ende der 70er Jahre ist der Präzisionsport aber wieder dabei. Ob sich die deutschen Athleten in China durchsetzen ist zwar nicht klar, die Erfolge aus der Vergangenheit könnten dafür sprechen. China jedoch hat trotz seiner ebenfalls sehr langen Tradition in dieser Sportart in den vergangenen Jahren nicht besonders viele Medaillen nach Hause bringen können.

Weitere Infos: www.schuetzenbund.de, www.dosb.de

 

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