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Grand Prix in Melbourne

Seit 1996 hatte es so etwas nicht mehr gegeben: 15 von 22 gestarteten Formel-1-Wagen schafften es vergangenen Sonntag in Melbourne nicht ins Ziel. Einer der wenigen Piloten, die beim chaotischen Auftaktrennen in der australischen Gluthitze einen kühlen Kopf bewahrten, war Lewis Hamilton von McLaren-Mercedes.

Grand Prix in Melbourne
Foto: sxc.hu / stempl01


Von Anfang an dominierte er das Rennen im Albert Park und sicherte sich vor Nick Heidfeld von BMW-Sauber und Williams-Pilot Nico Rosenberg den Titel. Bei der Siegerehrung legte er vor Freude gleich eine Tanzeinlage hin. Er fühle sich fantastisch, so Hamilton. Sein neues Fahrzeug sei „ein Traum, leichter zu fahren, als im vergangenen Jahr“, sagte der 23-Jährige Brite. Auch Nico Rosberg hatte keinen Grund, über seinen dritten Platz traurig zu sein – immerhin das beste Ergebnis seiner Karriere. Über den vierten Rang konnte sich der zweimalige Champion Fernando Alonso aus Spanien im Renault freuen.
Schlechter sah es für die übrigen deutschen Piloten aus, sie mussten sich wie zwölf weitere Rennfahrer mit einem vorzeitigen Aus abfinden. Ein Pilot wurde disqualifiziert. Rubens Barrichello aus Brasilien hatte Hondas Boxengasse bei Rot verlassen.
Der Albert Park Curcuit wurde 1996 eröffnet. Die Strecke führt auf öffentlichen Straßen um einen künstlichen See herum und ist etwas mehr als fünf Kilometer lang. Bis einschließlich 2010 werden dort auf jeden Fall noch Rennen stattfinden, so lang reichen die Verträge. Umstritten ist, wie es mit dem australischen Grand Prix weitergehen soll. Die Veranstalter wollen das Rennen in die Nacht verlegen, um auch die europäischen Zuschauer vor den Bildschirm zu locken. Für die Stadt Melbourne ist das Rennen ein Verlustgeschäft, die Bewohner beschweren sich über den Lärm.

Als nächstes werden die Formel-1-Fahrer aber erst einmal am 23. März in Sepang wieder aufeinander treffen. Für einige der Piloten wird das kommende Rennen dann hoffentlich länger dauern.




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Ergebnisse des Grand Prix von Australien in Melbourne:

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:34:50,616 Std.
2. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) BMW- Sauber + 5,478 Sek.
3. Nico Rosberg (Wiesbaden) Williams + 8,163
4. Fernando Alonso (Spanien) Renault + 17,181
5. Heikki Kovalainen (Finnland) McLaren-Mercedes + 18,014
6. Kazuki Nakajima (Japan) Williams + 1 Runde
7. Sébastien Bourdais (Frankreich) Toro Rosso + 3 Runden
8. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari + 5 Runden

Ausfälle:

Jenson Button (Großbritannien) Honda: in der 1. Runde, wegen eines Defektes
Anthony Davidson (Großbritannien) Super Aguri: in der 1. Runde wegen Kollision
Giancarlo Fisichella (Italien) Force India: in der 1. Runde wegen Kollision
Sebastian Vettel (Heppenheim) Toro Rosso: in der 1. Runde wegen Kollision
Mark Webber (Australien) Red Bull: in der 1. Runde wegen Kollision
Adrian Sutil (Gräfelfing) Force India: in der 9. Runde wegen der Hydraulik
Jarno Trulli (Italien) Toyota: in der 20. Runde wegen eines Defektes
David Coulthard (Großbritannien) Red Bull in der 26. Runde wegen Kollision
Felipe Massa (Brasilien) Ferrari: in der 30. Runde wegen eines Defektes
Nelson Piquet Jr. (Brasilien) Renault: in der 31. Runde wegen eines Defektes
Takuma Sato (Japan) Super Aguri: in der 33. Runde wegen eines Defekt
Timo Glock (Wersau) Toyota: in der 44. Runde wegen eines Unfalls
Robert Kubica (Polen) BMW-Sauber: in der 48. Runde wegen Kollision

Weitere Infos: www.grandprix.com.au

 

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