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Reihe Nordic Walking

Die passende Ausrüstung für Nordic Walking (Nordic Walking Stöcke) (Teil 3)

Nordic Walking als sanftes Bewegungskonzept erfreut sich weiter steigender Beliebtheit und hat sich als Gesundheitssport im deutschsprachigen Raum längst etabliert. Im dritten Teil unserer neuen Reihe zu Nordic Walking lest ihr alles über die richtigen Nordic Walking Stöcke.


Quelle:

www.nordicacademy.de

 

Nordic Walking Stöcke
Inzwischen gibt es eine breite Palette von Stöcken in unterschiedlicher Ausführung und zu den unterschiedlichsten Preisen. Die Auswahl ist also groß, damit aber auch die Möglichkeit eines Fehlkaufes. Entscheidend für die Qualität des Stockes sind das Material aus dem er besteht, der Griff inklusive der Schlaufen, sowie die Spitze. Dazu kommen weitere Aspekte, wie die passende Größe und die Entscheidung zwischen Vollstock oder Teleskopstock.

Die passende Stocklänge
Es gibt zwei Möglichkeiten die richtige Stocklänge zu bestimmen, eine mathematische und eine praktische. Bei erstgenannter Variante wird die Körpergröße einfach mit einem Faktor multipliziert. Das Ergebnis ist die Stocklänge. Begonnen hat man mit einem Faktor von 0,75. Da diese Stöcke jedoch immer noch hohe Anforderungen an die technische Ausführung und Kondition stellten, ging man zu kürzeren Stöcken über und reduzierte die Empfehlungen aktuell auf Körpergröße multipliziert mit 0,68 für fortgeschrittene Nordic Walker und 0,66 für Einsteiger. Die Tendenz geht demnach zu einem kürzeren Stock, da sich damit die Technik leichter erlernen und umsetzen lässt, insbesondere für Anfänger. Allerdings werden Nordic Walking Stöcke in Längenabständen von 5 cm angeboten, so dass eine noch so genaue Formel nichts nützt, da man sich den Stock zusätzlich noch auf den Millimeter genau zurechtsägen müsste.

Als zweite Möglichkeit (wenn man nicht jedes Mal rechnen möchte) gibt es noch eine praktische Lösung: Stock und Unterarm sollten bei fest umfassten Griff und senkrecht aufgestelltem Stock einen Winkel von 90° ergeben.

Allgemein gilt, Anfänger sollten einen kürzeren Stock nehmen, dynamische Nordic Walker können sich ruhig auch an einem etwas längerem Stock versuchen.

Vollstock versus Teleskopstock
Der Vorteil eines Teleskopstockes ist seine gute Transportierbarkeit und die individuelle Längeneinstellung. Er hat aber auch einige entscheidende Nachteile dem Vollstock gegenüber, was ihn für das Nordic Walking insgesamt eher ungeeignet macht. Das Rohr eines Teleskopstockes besteht aus zwei Hälften, die z. T. noch aus unterschiedlichen Grundmaterialien hergestellt sind. Aufgrund dieser Zweiteiligkeit schwingt der Stock bei der Bewegung viel stärker mit als ein Vollstock, vor allem auf harten Untergründen. Diese Vibrationen werden auf den Menschen und dessen Gelenke übertragen, was langfristig ungünstig und wenig gelenkschonend ist. Zum anderen sind die Verschraubungen beider Hälften nicht bei allen Ausführungen sicher, d.h. bei großer äußerer Krafteinwirkung kann es passieren, dass der Stock zusammenrutscht und man sich verletzt. Deshalb sollte man bei Teleskopstöcken auf einen Schraubverschluss achten und diese regelmäßig kontrollieren, Stifte oder ähnliches, welche beide Hälften verbinden, sollte der Stock nicht aufweisen, da deren Stabilität äußerst gering ist. Ein drittes Manko von Teleskopstöcken ist ein schlechteres Handling und anderes Schwungverhalten des Stockes aufgrund der Zweiteiligkeit. Hört sich kompliziert an, man wird jedoch bei einem praktischen Vergleich schnell den negativen Unterschied zum Vollstock spüren.

Ein weiteres Problem der klassischen Trekking- und Wanderstöcke ist deren Schlaufe bzw. Griff, beides entspricht meist nicht den Anforderungen an einen guten Nordic Walking Stock.


Das Material
Grundsätzlich bestehen Nordic Walking Stöcke aus Aluminium oder Carbon bzw. Carbon-Glasfaser-Gemischen (=Composite) zu unterschiedlichen Anteilen. Carbon ist leichter, überträgt weniger stark Vibrationen, ist biegestabiler und steifer als Aluminium. Dafür sind Aluminium Stöcke preisgünstiger und auf keinen Fall weniger sicher als das Pendant aus Carbon. Auch bei den Composite Modellen gibt es große Unterschiede, entscheidend ist der Anteil Carbon. Ein geringer Carbon-Anteil und damit ein hoher Anteil an Glasfaser macht den Stock deutlich biegsamer als einen reinen Carbonstock, was sich im Hinblick auf die Vibrationsübertragung negativ auswirkt. Deshalb ist es günstig vor dem Kauf eine „Proberunde“ zu gehen, um die Eigenschaften des Stockes zu testen.

Griff und Schlaufe
Beim Kauf eines Stockes sollte insbesondere auch auf Gestaltung und Material des Griffes, sowie ein sinnvolles Schlaufensystem, geachtet werden, da beide die direkte Verbindung zum Nordic Walker herstellen. Beim Griff sollte man auf eine ergonomische Ausführung achten.

Meist besteht dieser aus Kunststoff, es existieren jedoch auch Modelle aus Kork. Wer viel läuft, sollte Kork bevorzugen, da diese Griffe auch bei Schweißbildung noch gut in der Hand liegen. Allerdings muss man für einen Stock mit Korkgriff auch etwas mehr bezahlen.

Eine gut passende und sitzende Schlaufe ist besonders wichtig für die saubere Ausführung der Nordic Walking Technik. Da am Ende der Schubphase die Hand kurzzeitig geöffnet wird, muss auch in dieser Position der Kontakt zwischen Stock und Mensch gewahrt bleiben, um in der Schwungphase (nach vorn Führen des Armes) den Stock wieder sauber greifen zu können. Eine schlecht sitzende Schlaufe, meist ist das nur ein Riemen, bereitet hier große Schwierigkeiten und macht gerade für Einsteiger die korrekte Ausführung der Technik nicht möglich. Eine gute Schlaufe sollte die Hand fest umschließen ohne einzuengen und damit an die jeweilige Größe anpassbar sein.

Optimal gewährleistet wird dies durch das Handschlaufensystem, das von der Firma Salomon lizenziert wurde. Diese Schlaufen sind zudem passend für die rechte und linke Hand in unterschiedlichen Größen erhältlich und bei Verschleiß austauschbar.

Die Spitze
Die Spitzen von Nordic Walking Stöcken bestehen aus sehr hartem und widerstandsfähigem Material, meist aus gehärtetem Stahl, was die optimale Festigkeit beim Aufsatz des Stockes gewährleistet. Der Hersteller liefert zudem noch aufsetzbare Asphalt-Pads aus Gummi für das gehen auf Strassen, um das lästig klackernde Geräusch zu unterbinden. Auf Naturböden sollten diese Pads jedoch wieder abgenommen werden, da sie hier keinen optimalen Halt mehr bieten. Da das Aufstecken und Abnehmen der Pads lästig und hinderlich ist (man muss aus der Schlaufe heraus, die Pads abnehmen oder aufstecken und wieder in die Schlaufe hinein), gibt es von SWIX seit diesem Jahr die so genannte Twist and Go® Spitze, bei der man durch einen einfachen Handgriff zwischen harter Stahlspitze und Gummi Pad wechseln kann.

In jedem Fall sollte die Spitze austauschbar sein, falls Abnutzungserscheinungen auftreten.

FAZIT:
Stöcke kaufen kann schwierig sein und die Modelle aus den Discount-Märkten erfüllen die Qualitätsanforderungen an einen guten Nordic Walking Stock meist nicht.

Der Nordic Walker sollte sich einen Vollstock gönnen, der im Idealfall auch noch auf den Zentimeter genau angepasst wurde. Auch daher sollte man zunächst einen Kurs besuchen und die Stöcke erst einmal kostenlos ausprobieren können, um "mit der Länge zu spielen", bis man die passende Größe gefunden hat.

Wer besonders viel auf harten Untergründen (Asphalt) unterwegs ist, sollte einen Carbon Stock, bzw. einen Composite Stock mit möglichst hohem Carbon-Anteil verwenden.

Die Griffe sollten, wie bei den Markenherstellern üblich, ergonomisch geformt sein, um die korrekte und gesunde Ausführung der Technik gewährleisten zu können.

Bei den Handschlaufen sind letztlich nur die sogenannten Salomon-Schlaufen als optimal zu bezeichnen. Achten Sie also beim Kauf auf diese Kennzeichnung, denn alle anderen noch so komplizierten Mechanismen können Ihre Handgelenke nicht so optimal schützen.

Tipp: Unter www.nordicacademy.de finden Sie eine Auswahl an geeignetem Zubehör für Ihr individuelles Nordic Walking Training zu besten Konditionen.

Quelle:
www.nordicacademy.de

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