Seit 1909 wird der Giro d'Italia jährlich ausgetragen. Nur in der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges fand das Rennen nicht statt. So feiert man in diesem Jahr zwar den 100. Geburtstag des Giro, fährt aber erst das 92. Rennen. Der erste Giro d'Italia ging über acht Etappen von Mailand nach Neapel und auf einer anderen Route wieder zurück nach Mailand.
In diesem Jahr steuern die Fahrer unter anderem ebenfalls alle Etappen des allerersten Rennens an: Bologna, Chieti, Neapel, Rom, Florenz, Genua, Turin und Mailand. Allerdings wird das Starterfeld nach drei Wochen und 21. Etappen am 31. Mai in Rom erwartet und nicht wie sonst üblich in Mailand. Neben den Etappenstationen in Italien werden sich je ein Start und Ziel in Österreich befinden (Mayrhofen im Zillertal und Innsbruck), zwei weitere Etappen führen durch Frankreich und die Schweiz.
Erwähnenswert sind in diesem Jahr einige Tagesabschnitte, die durch ihre ungewöhnliche Distanz aus dem Gesamtplan herausstechen. So sind die Etappen zu den Bergankünften an Seiser Alm und Blockhaus nur 125 beziehungsweise 79 Kilometer lang. Dafür müssen die Fahrer in der Hälfte des Giro ein profiliertes Einzelzeitfahren über die enorme Distanz von 61 Kilometer absolvieren.
Der Veranstalter der Tour, das italienische Medienunternehmen RCS Sport, hat 20 Radsport-Teams zu dem hochkarätigen Event eingeladen, darunter allein 14 ProTour-Teams. Cofidis, Française des Jeux, Euskaltel-Euskadi und Fuji-Servetto werden nicht dabei sein. Vorjahressieger Alberto Contador aus Spanien vom Team Astana startet in diesem Jahr nicht. Dafür plant Astana die Teilnahme von Lance Armstrong, der allerdings momentan einen Schlüsselbeinbruch auskuriert und deshalb auch noch ausfallen könnte.
Die einzige deutsche Profi-Mannschaft, die an den Start geht, wird das Team Milram sein, welches seit 2006 existiert und UCI-ProTour-Lizenznachfolger vom Team Domina Vacanze ist. Die meisten der 25 Fahrer sind deutscher Nationalität, drei Fahrer kommen aus den Niederlanden, je zwei aus Österreich und der Slowakei, ein Fahrer aus Italien. Seit Anfang 2008 fährt man unter deutscher Flagge. Bekanntester Fahrer des Teams war Erik Zabel, der allerdings im Januar dieses Jahres nach dem Sechstagerennen in Berlin seine Profi-Laufbahn beendet hat. Die Hoffnung des Team Milram liegt nunmehr auf Nachwuchstalenten wie Artur Gajek, Markus Eichler und Luca Barla.
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