Für Ungewissheit kurz vor Saisonbeginn in Melbourne sorgt nach wie vor die offene Entscheidung in Sachen „Weltmeister-Regel“. So soll der Weltmeister in der Formel 1 nicht mehr wie bislang nach Punkten bestimmt werden, sondern aufgrund der Anzahl von gewonnen Grands Prix.
Darüber hinaus gibt es weitere Änderungen. Anstelle von bisher 19 Rennen wird es dieses Mal voraussichtlich nur 17 geben. Einschneidend sind die gravierenden technischen Änderungen rund ums Fahrzeug selbst. So darf erstmals seit 1997 wieder mit profillosen Reifen (Slicks) gefahren werden, die zwischenzeitlich verboten waren und durch Rillenreifen ersetzt worden. Zudem werden 2009 das Energie-Rückgewinnungssystem KERS eingeführt und die Aerodynamik beschnitten.
Verboten sind in dieser Saison diverse Anbauteile wie zum Beispiel Zusatzflügel, Luft-Kamine oder Luftleitbleche. Die Heckflügel werden schmaler und bekommen einen höheren Platz am Auto, der Frontflügel wird breiter. Dadurch soll es nach Ansicht der FIA zu mehr Überholvorgängen kommen, was bisher aufgrund der Aerodynamik der Autos schwerer war. Die Fahrer riskierten das Heransaugen des eigenen Autos an das zu überholende.
Eine weitere Änderung in diesem Jahr ist, dass die Pflichtlaufzeit für Motoren von zwei auf drei Rennen erhöht wird. Wer eher wechselt, wird wie gewohnt bestraft. Außerdem hat die FIA beschlossen, zu den Safty-Car-Regeln zurückzukehren. Diese waren seit 2007 ungültig. So wird in dieser Saison erstmals wieder die Boxengasse geöffnet sein, während das Safety-Car im Einsatz ist.
Insgesamt zehn Teams gehen an den Start, davon eines unter deutscher Flagge (BMW Sauber F1). Teammitglieder sind der Pole Robert Kubica und der deutsche Fahrer Nick Heidfeld. Die restlichen Deutschen im Starterfeld sind Timo Glock (Toyota Racing), Sebastian Vettel (Red Bull Racing), Nico Rosberg (Williams F 1), Adrian Sutil (Force India Formula 1) sowie Nikolas Hülkenberg als offizieller Ersatzfahrer für Williams F 1.
Beim Großen Preis von Australien geht es am 29. März über 58 Runden (307,574 Kilometer) los. Es folgen Rennen in zum Beispiel Malaysia, China, Bahrain, Monaco, Großbritannien, Ungarn oder auch Belgien. Am 12. Juli macht die Formel 1 Halt in Deutschland. Der Große Preis wird nicht auf dem Hockenheimring, sondern auf dem Nürburgring stattfinden. Premiere in der diesjährigen Saison hat der Austragungsort im Emirat Abu Dhabi. Das Abschlussrennen am 1. November wird dort auf einem 5,5 Kilometer langen Kurs ausgetragen. 56 Runden sind zu fahren, bis danach die Saison 2009 ausgeläutet und der Weltmeister verkündet wird.
Mehr Infos:
www.motorsport-total.com
www.formel1.de
www.formel1.net |