Nach nur 8:47:25 Stunden kam Wallenhorst in Klagenfurt ins Ziel und unterbot damit die langjährige Bestzeit von Paula Newby-Fraser, die den Rekord immerhin seit 1994 halten konnte. Wallenhorsts fulminanter Sieg zog einige Diskussionen nach sich. Von zu kurzen Strecken war die Rede und Dopinggerüchte machten schnell die Runde. Die Triathletin selbst sah es gelassen. Wer Bestzeiten laufe, ziehe schnell Neider an, sagte Wallenhorst in einem Interview mit Markus Kleinostendarp, Vizepräsident für Öffentlichkeitsarbeit im Niedersächsischen Triathlonverband auf tri2b.com.
Allen Kritikern zum Trotz startete die Sportlerin dann am 11. Oktober beim schon legendären Ironman auf Hawaii und legte eine unglaubliche Leistung nach. Zwar nicht ganz so schnell wie in Österreich, aber immerhin als Dritte überquerte sie die Ziellinie nach 9:22:52 Stunden und konnte sich so ein Preisgeld von 25.000 Dollar erkämpfen. Schneller waren nur noch Chrissie Wellington aus Großbritannien und die Niederländerin Yvonne van Vlerken.
3,9 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen mussten alle absolvieren und diesmal gab es keine Zweifel an der Länge der Strecke. Als besonders erschwerend wurde von allen Teilnehmern der starke Seitenwind empfunden. So berichtete Wallenhorst später, dass es teilweise unmöglich war, beim Radfahren einen Rhythmus zu finden. Die ganze Konzentration musste darauf gelegt werden, nicht vom Rad zu fallen, wie sie auf haz.de berichtet.
Trotz dieser extremen Bedingungen konnte Sandra Wallenhorst es also beweisen: ihre unglaubliche Leistung in Österreich war entgegen vieler Vermutungen keine Eintagsfliege. Wie geht es aber weiter mit der sportlichen Karriere? Eigentlich sollte 2008 das letzte Jahr für die Sportlerin werden. Doch damit wird es wohl nichts. Die Wettkampfpläne für 2009 stehen schon fest: Neben einigen Aufbaurennen will Wallenhorst bei der Ironman EM in Frankfurt, beim Ironman 70.3 Wiesbaden und beim Ironman Hawaii an den Start gehen. Wo andere Sportler ihre Karriere beenden, scheint es bei der Triathletin erst so richtig loszugehen. Und das, obwohl sie Mutter eines zweijährigen Sohnes ist und neben ihrem Training auch noch voll im Beruf steht.
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