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Event-News

Frankfurt Marathon – Vorbereitung auf die WM 2009 in Berlin

28. Oktober 2008 - Es war seine erste Flugreise überhaupt. Nun kehrt der Kenianer Robert Kiprono Cheruiyot als reicher Mann nach Hause zurück. Nach nur 2:07:21 Stunden gewann der erst 20-Jährige am Sonntag den Frankfurt-Marathon und steckte die Prämie über 50.000 Euro ein.

Frankfurt Marathon – Vorbereitung auf die WM 2009 in Berlin
Foto: Sxc.hu / datarec

 



Cheruiyot war bisher nur bei zwei Halb-Marathons in seinem Heimatland gelaufen. In der Bankenmetropole übte er sich dennoch in Bescheidenheit. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte er mit einem zurückhaltenden Lächeln. Nicht so Sabrina Mockenhaupt. Die Deutsche freute sich zu sehr über ihren Sieg. 2:26:22 Stunden brauchte sie bis zum Ziel. Das reichte für den Sieg und ist auch noch persönliche Bestzeit. Ganz zufrieden war sie dann aber doch nicht: „Am Anfang lief es viel zu unruhig und auf dem zweiten Teil der Strecke war ich 24 Sekunden langsamer als auf dem ersten. Dafür wird mich mein Trainer schimpfen“, sagte sie.

Nur zwei Minuten nach ihr kam die Kölnerin Melanie Kraus ins Ziel gelaufen. „Da war nämlich nix mehr mit Endspurt“, sagte sie. Es sei nur noch ums Durchkommen gegangen. Sabrina Mockenhaupt kann jetzt erst einmal nur noch an Urlaub denken und an die WM im kommenden Jahr. Die „drei M“ nannte sie die Marathon-Mannschaft. „Wir wären schon ein gutes Team“, sagte sie über Miki, hinter sich Irina Mikitenko verbirgt, Melli, Melanie Kraus und Mocki, das ist sie selbst.

Nicht ganz so gut sieht es bei den deutschen Herren aus. In Frankfurt konnte sich Bundestrainer Detlef Uhlemann dann aber doch noch freuen, immerhin bestätigte sich dort, dass er wirklich vier gute Läufer hat, die er zur WM schicken kann. „So eine Dichte hatten wir schon ewig nicht mehr“, stellte er fest. Der 25-jährige Chemnitzers André Pollmächer erreichte mit einer Zeit von 2:14:18 Stunden den 18. Platz. „Ein für deutsche Verhältnisse geradezu erstaunliches Debüt“, sagte Detlef Uhlemann über seinen Schützling, der dort zum ersten Mal mit dabei war. André Pollmächer ist der derzeit schnellste deutsche 10.000-Meter-Läufer. Fast ein ganzes Jahr lang hatte er mit einem Knochenmarks-Ödem zu kämpfen. Erst im Juli konnte er wieder mit dem Lauftraining beginnen. Ganz ohne Komplikationen lief der Marathon für ihn deshalb nicht ab. „Auf den letzten vier Kilometern habe ich doch sehr abgebaut“, sagte er.

Eines steht nun auf jeden Fall fest. Der Deutsche Leichtathletik-Verband wird bei der WM 2009 in Berlin eine Marathon-Mannschaft ins Rennen schicken. „Vielleicht ist ja jetzt jemand so begeistert und sagt, ehe ich das Geld im Finanzstrudel verliere, gebe ich es lieber den Marathon-Läufern“, sagte Uhlemann, der auf Sponsoren hofft. Mit André Pollmächer kann er dann auf jeden Fall rechnen.

Weitere Infos unter: www.frankfurt-marathon.com

 

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