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Das Comeback der Anna-Lena Grönefeld

Sie ist derzeit die beste deutsche Tennisspielerin: Anna-Lena Grönefeld war erst fünf Jahre alt, als sie mit dem weißen Sport anfing. Ihr Bruder und der Vater hatten das Mädchen dafür begeistert. Nun ist sie 18 Jahre älter und auf Platz 84 der Weltrangliste. Bis zur Nummer 14 hatte sie es bereits geschafft.

Das Comeback der Anna-Lena Grönefeld
Foto: Annalenagroenefeld.com

 



Das war allerdings bevor sie sich mit ihrem Trainer entzweite und ein Psychokrieg begann. Anna-Lena Grönefeld wurde an der Tennisakademie von Rafael Font de Mora in Arizona ausgebildet, mit dem sie auch um die Welt tourte. Was sich auf dem Platz als gewinnbringende Verbindung erwies, schadete der seelischen Gesundheit der Tennisspielerin. Ihr Trainer isolierte sie von der Außenwelt und sorgte dafür, dass er ihre einzige Bezugperson blieb. Ihre Kollegen sahen schon früh das Zwanghafte an ihrem Verhalten und die Abhängigkeit, der Glaube, dass sie ohne ihren Mentor nichts sei.

Als Anna-Lena Grönefeld 2006 dann in der ersten Runde der US Open aus dem Turnier schied, folgte die mutige Trennung. Ruhe vor ihrem ehemaligen Trainer konnte die blonde Spielerin allerdings nicht erwarten. Bei ihren Kämpfen tauchte er grundsätzlich auf der Tribüne auf. Allein seine Anwesenheit sorgte für ihre Niederlagen. An den Hüften von Anna-Lena Grönefeld zeigte sich schon bald der erste Kummerspeck, bis sie endlich für ein dreiviertel Jahr eine Pause einlegte. Im Mai 2008 fand sie den Weg zurück auf den Tennis-Court, wenn auch erst einmal bei kleineren Wettkämpfen.
Ihr neuer Trainer heißt nun Dirk Diehr. Mit ihm kam auch der Erfolg wieder. Bei den letzten US Open schaffte sie es immerhin bis ins Achtelfinale und das als einzige Qualifikantin. „Ich habe inzwischen wieder richtig Spaß auf dem Platz und bin auf einem guten Weg“, sagte Anna-Lena Grönefeld, deren Lieblingsstadt New York ist, der Heimat des Turniers, das sie damals fallen ließ und jetzt wieder nach oben steigen und das sie gern noch irgendwann einmal gewinnen würde.

Am liebsten ist die junge Frau allerdings nicht mehr nur auf dem Platz, sondern auch bei ihrer Familie in Nordhorn oder mit ihren Freunden zusammen. „Wenn Anna-Lena so weiter spielt, kann sie die Top 30 bis 50 anpeilen“, prognostizierte die deutsche Fedcup-Teamchefin Barbara Rittner, die sich über die neue Gelassenheit freute. Nach oben solle sich die junge Frau mittelfristig keine Grenze setzen, sagte sie. Einen Rekord hat Anna-Lena Grönefeld in New York bereits fast gebrochen. Mit 206 Kilometern pro Stunde servierte sie einen Aufschlag über das Netz. „Danach war ich so perplex, das ich gleich den nächsten Doppelfehler gemacht habe“, sagte sie. Nur die Amerikanerin Venus Williams konnte mit 208 Kilometern pro Stunde den Ball schneller über den Platz donnern.

Weitere Infos unter: www.annalenagroenefeld.com

 

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