Mit seinen 36 Jahren ist er der älteste Surfer, der diesen Wettbewerb jemals gewinnen konnte und der Jüngste dazu. Schon als 20-Jähriger konnte er 1992 den Titel mit nach Hause nehmen. Die Wettkampf-Bedingungen in der vergangenen Woche waren allerdings nicht gerade die besten. Starker Regen und niedrige Temperaturen um 12 Grad machten den Surfern zu schaffen.
„Das gesamte Jahr hat sich für mich sehr entspannt angefühlt. Vermutlich ist es die positive Veränderung in meinem Privatleben. Ich bin zufrieden und zur Ruhe gekommen und erfahre sehr viel Unterstützung. Ansonsten habe ich nichts geändert. Ich habe ein wenig mit meinen Boards experimentiert und an meiner mentalen Einstellung gearbeitet. Aber unabhängig davon ist mir alles Weitere einfach so zugefallen in diesem Jahr“, erklärte Kelly Slater die Grundlage seines Erfolges. In der Vergangenheit wurde der Surfer immer wieder als Frauenschwarm gefeiert. Beziehungen, etwa mit Baywatch-Star Pamela Anderson oder Top-Model Gisele Bündchen, unterstützten dieses Image.
Eigentlich wollte Slater in diesem Jahr mit dem Surfen aufhören, verschob sein Karriereaus aber. „Schon zum zweiten Wettkampf wollte ich nicht hin. Aber meine Freundin musste für Prüfungen lernen und hat mich rausgeschmissen“, sagte er kokett. Noch während er seine Trophäe entgegennahm, ging der Contest weiter. Seinen Platz konnte ihm da allerdings keiner der anderen Athleten mehr streitig machen. Doch auch der Weltmeister hatte nur wenig Zeit sich auszuruhen. Nach der kurzen Feier stieg er bereits wieder auf sein Brett, um gegen den Australier Tom Whitaker anzutreten.
Obwohl Slater sich anfangs als der deutlich bessere zeigte und Whitaker eine schlechte Figur auf dem Wasser machte, konnte er sich zunehmend verbessern und den Weltmeister deutlich schlagen. Einschüchtern konnte das Kelly Slater ganz sicher nicht mehr. „Ich weiß, wie man Rennen gewinnt, ich bin ein Wettkämpfer. Ich kann die Bedingungen einschätzen, weiß, was passiert, wenn eine Welle was tut und was das für die nächste Welle bedeutet“, sagte er. Er vertraue auf seinen Instinkt, selbst wenn sein Verstand ihm etwas ganz anderes sage.
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