Lifestyle
Wellness für die ganz Kleinen: Babymassage
20. Mai 2009 – Was für Erwachsene gut ist, kann für Kinder nicht schlecht sein. Das stimmt natürlich nicht immer, aber im Falle der Babymassage trifft es zu. Sanfte Massagen sind eine Wohltat für die Kleinen und sie haben zudem allerlei positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes.
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Foto: aboutpixel.de / lichtbildmaier
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Babymassage ist in vielen Kulturen ein gerne angewandtes Mittel. Vor allem die indische Massage (Kumara Abhyanga) mit ihren Wurzeln im Ayurveda ist für ihren Nutzen bekannt. Der französische Gynäkologe und Geburtshelfer Frédérick Leboyer brachte nach einem längeren Aufenthalt in Indien die Babymassage um 1980 in den Westen. Leboyer wurde populär als „Vater der sanften Geburtsmedizin“, welche fordert, Babys ohne unnötigen Stress und mit viel Liebe auf die Welt zu bringen.
Babymassage ist eine sinnvolle Möglichkeit, ohne Worte mit dem Neugeborenen zu kommunizieren, die Bindung zwischen Eltern und Kind zu vertiefen und dem Baby die Eingewöhnung „auf Erden“ zu erleichtern. Babymassagen haben keinen therapeutischen Hintergrund. Sie können zwar in Einzelfällen gegen Verdauungsprobleme und Koliken helfen, jedoch sollte für die Eltern das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund stehen. Es ist allerdings inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass regelmäßige fachkundige Massagen zum Beispiel bei Frühchen Gesundheit und Gewichtszunahme fördern und dazu führen, dass das Baby eher aus der Klinik entlassen werden kann als Frühgeborene ohne regelmäßigen Hautkontakt.
Auch bei normal geborenen Kindern konnte die positive Wirkung von Massagen auf das körperliche und seelische Wohl nachgewiesen werden: So soll die motorische Entwicklung beschleunigt, die Haltung verbessert und die Wahrnehmung des Kindes geschult werden. Es wird zudem vermutet, dass durch die Massage Hormone ausgeschüttet werden, welche Immunsystem und Stressabwehr stärken. Die Babys sind unanfälliger für Krankheiten und Allergien. Regelmäßige Massagen sollen ebenso bewirken, dass die Kinder weniger schreien und besser schlafen – also genau das, was junge Eltern oft verzweifelt versuchen zu erreichen.
Babymassage sollte unter Anleitung erlernt werden, da sich die Techniken doch erheblich von denen herkömmlicher Massagen unterscheiden. Beherrscht man das Massieren dann allerdings, ist es sehr einfach und kann täglich durchgeführt werden. Kurse werden von Hebammen, Yoga-Schulen, Heilpraktikern oder auch in Geburtshäusern angeboten. Man sollte darauf achten, dass nur maximal fünf Babys plus ein Elternteil anwesend sind, damit eine ruhige, individuelle Atmosphäre gewährleistet werden kann.
Mehr Infos:
www.familienhandbuch.de
www.hallo-eltern.de
www.dgbm.de |