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Lifestyle

Traditionelle Thai-Massage vereint Yoga und Akupunktur

15. April 2009 – Zu Unrecht denkt man bei dem Wort „Thai-Massage“ als erstes an leicht bekleidete Damen und sexuelle Dienstleistungen. Die traditionelle Thai-Massage hat nichts damit zu tun. Vielmehr handelt es sich um eine Massage-Technik, bei welcher mit Hilfe von Streckübungen, Dehnungen, Druckpunktstimulation und Gelenkmobilisation die Energiebahnen des Körpers bearbeitet werden.

Traditionelle Thai-Massage vereint Yoga und Akupunktur
Foto: Aboutpixel.de / Bruno


„Nuad Phaen Boran“ ist der thailändische Begriff und bedeutet „uralte heilsame Berührung“. Traditionell angewandt dauert eine Thai-Massage etwa zwei bis drei Stunden, in deutschen Studios und Spas allerdings nur 90 Minuten. Sie ist nicht vergleichbar mit einer europäischen Massage, bei der die Muskeln „geknetet“ werden. Vielmehr ist die Thai-Massage eine Mischung aus Yoga und Akupunktur beziehungsweise Akupressur. Es wird gedehnt, gestreckt, gezogen und gebogen.

Durch den kraftvollen und dynamischen Einsatz von Handballen, Ellenbogen, Daumen, Knien und sogar Füßen werden die Energielinien und Akupressur-Punkte des Körpers bearbeitet und angeregt sowie Blockaden gelöst. Zahlreiche Krankheiten und Beschwerden können dadurch gelindert werden. Vor allem bei Kopf- und Rückenschmerzen, Verspannungen, Schlafstörungen und Stress soll diese besondere Art der Massage helfen. Eine echte Thai-Massage wird auf einer Bodenmatte im bekleideten Zustand ausgeführt.

Als ihr Erfinder gilt der indische Arzt Dr. Shivago Komarpaj, welcher Leibarzt von König Bimbisara und Zeitgenosse Buddhas vor etwa 2.500 Jahren war. Der indische Ursprung erklärt auch, warum so viele Elemente aus dem Yoga während der Massage angewandt werden. Nach Thailand kam die Massageart erst vor rund 500 Jahren, wo sie zunächst nur von Heiligen in Klöstern durchgeführt wurde.

Das Wissen um die verschiedenen Techniken und Wirkungen der Massage wurde über Generationen hinweg vom Vater an den Sohn weitergeben. Die erste schriftliche Manifestation lies König Rama III 1832 im Buddha-Tempel Wat Po in Stein hauen. Seit den 1990er Jahren werden Thai-Massagen auch in Deutschland angeboten. Ihr „Schmuddelimage“ wurde mit zunehmendem Thailand-Tourismus etabliert, welcher immer wieder mit Sex-Tourismus gleichgesetzt wird. Sicherlich gibt es auch in Deutschland Studios, in denen über die reine Massage hinausgegangen wird. Eine Thai-Massage in einem Hotel, Spa oder Wellness-Club wird sich allerdings auf das für eine Massage Wesentliche beschränken.

Mehr Infos:
www.paradisi.de
www.wellness.de
www.wellness-massage-portal.de

 

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