„Natura 2000“ gibt Sportlern und Erholungssuchenden Tipps zum Umgang mit Schutzgebieten und weist gleichermaßen Wege zur Kooperation zwischen Naturschutz, Sport und Tourismus. „Gerade in naturnahen Landschaften mit hohem Reiz für Natursportarten und Tourismus kommt es auf ein rücksichtsvolles Miteinander an. Denn so vielfältig wie die ausgeübten Freizeitaktivitäten wie Kanusport, Klettern, Reiten oder Skitourengehen sind, so vielfältig sind auch die möglichen Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Natursportler, die es in schöne Landschaften zieht, sind wichtige Verbündete des Naturschutzes, sofern sie dabei entsprechende Rücksicht auf empfindliche Arten und Lebensräume nehmen“, sagt Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des BfN.
„Dabei zeigt die Erfahrung, dass eine gute Kommunikation und eine rechtzeitige Einbindung des Sports nicht nur zu verträglichen Lösungen und dem Schutz wertvoller Arten und Lebensräume beiträgt, sondern auch die Akzeptanz für die Anliegen des Naturschutzes steigern kann.“ Der Leitfaden soll laut Prof. Dr. Jessel Verständnis für den Schutz unseres europäischen Naturerbes wecken, Konflikten vorbeugen und den Sport in der Natur fördern.
„Wer einen Natursport ausübt, hat ein Interesse an intakter Umwelt. Sportlerinnen und Sportler gerade aus den Natursportverbänden sehen sich in der Verantwortung, schonend mit unseren Landschaften umzugehen“, betont auch DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. „Wir ermuntern unsere Verbände und Vereine, weiterhin die frühzeitige Kooperation mit Naturschutzbehörden und -verbänden zu suchen, weil sich dies als Erfolgsrezept für Sport und Natur erwiesen hat. Darüber hinaus wünschen wir uns auch eine rege Anwendung des Leitfadens durch Sport- und Tourismusorganisationen, Gemeinden und kommerzielle Anwender“.
Erarbeitet wurde „Natura 2000“ von Frau Prof. Dr. Ulrike Pröbstl (Universität für Bodenkultur Wien). Die Ergebnisse basieren auf Befragungen ausgewählter Sport- und Tourismusverbände in Europa sowie auf mehreren Workshops mit europäischen Tourismusorganisationen. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Sportverbänden wurden die Beispiele aufbereitet und Antworten auf wesentliche Fragen aus der Praxis der Sportausübung entwickelt.
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