Die Aloe Vera sieht zwar aus wie ein Kaktus, ist jedoch nur eine Sukkulente und gehört zur Familie der Liliengewächse. Bereits unsere Urgroßmütter nannten sie aufgrund ihrer erstaunlichen Wirkungen die „Erste-Hilfe-Pflanze“. Etwa dreihundert Aloe-Arten sind weltweit bekannt. Nicht alle dieser Pflanzen haben tatsächlich heilende Eigenschaften.
Die für unseren Körper wirkungsvollste ist die so genannte "Aloe barbadensis miller", eine baumähnliche Aloe-Pflanze, welche vor allem in Südafrika, Westindien und im subtropischen Amerika vorkommt. Weitere Aloe-Arten findet man in Spanien und Mexiko, aber auch im heimischen Gartencenter. Die Aloe Vera ist ein kleines Wunderwerk der Natur. Sie kann viele Monate ohne Wasser und Regen auskommen, da sie in ihren dicken, fleischigen Blättern Flüssigkeit speichert. Der Saft beziehungsweise das Gel der Pflanze kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden.
Das Mark aus den Blättern hilft äußerlich zum Beispiel bei zahlreichen kleineren Wehwehchen wie Insektenstichen, Brand- und Schnittwunden, Hautausschlägen, Juckreiz und Sonnenbrand. Das aus dem Mesophyll der Pflanzenblätter gewonnene Gel ist entzündungshemmend, wundheilend und speichert zudem in unserer Haut Feuchtigkeit. Letztere Eigenschaft hat sich die Kosmetik- und Schönheitsindustrie zunutze gemacht. In Cremes und Pflegeprodukten findet man häufiger Aloe Vera als Zusatz.
Aber auch ernährungsbewusste Menschen schätzen den Saft der kraftvollen Pflanze.
Als Ergänzung des täglichen Speisplanes oder als Kur wirkt Aloe Vera stärkend, belebend und heilend. Ihre besonderen Wirkungen entfaltet die Pflanze aufgrund ihres hohen Anteils an aktiven Wirkstoffen. Vor allem die langkettige Zuckerform namens Mucopolysacchcirid Acemannan ist für uns von Bedeutung. Wir bilden Acemannan bis zur Pubertät selber, müssen es danach aber mit der Nahrung aufnehmen. Diese Zuckerform stärkt das Immunsystem gegen Parasiten, Viren und Bakterien. Sie ist außerdem die Basis für die Haut der Gefäßwände, Sehnen, Gelenke, Knorpel und Bänder sowie der Knochen.
Acemannan schmiert zudem die Gelenke und kann sogar Arthritis vorbeugen, Pilzüberwucherungen kontrollieren und in den Verdauungsorganen das natürliche Bakterienklima herstellen. Aloe-Vera-Gel sollte, wenn möglich, immer frisch konsumiert werden, da es sehr schnell oxidiert und so seine Wirkung verliert.
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