Tipp 4: Seitgalopp
Seitgalopp wirkt eigentlich genauso spielerisch wie der Hopserlauf, ist aber eine gute Stabilisierung
für den Beckenbereich, die Abduktoren und Adduktoren (die Muskelgruppen, die wir zum Wegdrücken und
heranziehen benötigen!). Führen Sie für diese Übung seitliche Sprünge durch, nehmen Sie die Arme im
Rhythmus mit und variieren Sie ab und zu die Stärke des Abdrucks.
Tipp 5: Anfersen
Beim Anfersen werden die Knie nicht gehoben, sondern bleiben entspannt in der Vertikalen,
während die Fersen leicht an das Gesäß anschlagen. Auch hier kann die Frequenz beliebig variiert
werden. Es empfiehlt sich, immer mit einer niedrigen Frequenz zu beginnen und diese allmählich zu
steigern. Bauen Sie dabei Körperspannung auf, in dem Sie den Oberkörper leicht nach Vorne neigen,
im Gesäß jedoch nicht einknicken (Ganzkörperspannung wird beibehalten). Fortgeschrittene können aus
dem Anfersen heraus auch eine Steigerung entwickeln.
Tipp 6: Steigerungslauf
Am Ende Ihres Lauf-ABCs sind 3-5 Steigerungsläufe optimal, denn schließlich dienen die
Koordinationsübungen in erster Linie dazu, Ihren Laufstil und die Ökonomie Ihrer Bewegung zu
verbessern. Es ist daher sinnvoll, die gelernten Bewegungsmuster gleich in das Laufen umzusetzen.
Eine Steigerung beinhaltet alle möglichen Tempi Ihres individuellen Laufes und eignet sich daher
dafür besonders. Beginnen Sie verhalten und kontrollieren Sie all Ihre Bewegungen (Ballenlauf,
Kopf- und Rumpf aufrecht, Arme angewinkelt). Verstärken Sie nun allmählich immer mehr Ihre
Geschwindigkeit und versuchen Sie dennoch, nicht aus dem gelernten Bewegungsmuster auszubrechen
(weiterhin sauber laufen). Die letzten Meter sollten Sie submaximal schnell laufen, das heißt
zirka 90-95 Prozent Ihrer maximalen Geschwindigkeit. Die Streckenlänge einer Steigerung beträgt
ungefähr 90-120 Meter.
Von Jens Bodemer
Quelle:
Running
- Das Laufmagazin
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