Logo: sixx
STARTSEITE |  SEITE WEITEREMPFEHLEN |  UNSERE PARTNER |  SPORTLINKS |  KONTAKT |  VOTINGS
IMMER AKTUELL
FUßBALL
OLYMPIA
EVENT-NEWS
LAUFEN
(NORDIC-) WALKING
ERNÄHRUNGSTIPPS
FITNESSÜBUNGEN
FIT MIT JUTTA
GESUNDHEIT
LIFESTYLE
LAUFREPORTAGEN
BODYBUILDING
FUNKTIONELLES
 KRAFTTRAINING
GOLF
ALTERNATIV
 SPORTARTEN
EQUIPMENT
TRAININGSMUSIK
BUCHTIPPS
WELLNESSREZEPTE
STUDIO-FINDER
TRAININGSPLÄNE
LAUFTREFFS
BASICS
KÖRPERLICH FIT
SPORTLICH FIT
GENÜSSLICH FIT
FÜR WEBMASTER
BANNER
INTERAKTIV
NEWSLETTER
Fitness-News brandheiß serviert


Frau beim training
Quelle:
Björn Friedrich

  • Kampfkunst-Lehrer
  • Repräsentant der Harris International Grappling Association für Deutschland
  • Gründer von Fighter-Fitness
  • Submission Wrestling Europameister 2003

www.fighter-fitness.com

Schweben oder schuften

Die Magie der Bewegung

von Björn Friedrich

„Ich würde ja auch gerne mehr Sport machen, aber es ist immer so schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich immer wieder aufzuraffen. Ich bräuchte mal jemand, der mir regelmäßig in den Hintern tritt und mit mir zusammen trainiert.“ Genau diesen Satz bekomme ich immer dann zu hören, wenn Menschen erfahren, dass ich Lehrer für Kampf und Körperkunst bin.


Der innere Schweinehund scheint Hochkonjunktur zu haben und als Coach, der gewissermaßen an der „Front“ steht, erlebe ich das tagtäglich neu. Auch die Fitnessindustrie hat davon Wind bekommen und transformiert sich seit Jahren in einen „Leicht, locker, lustig“ Fitnesstrend. Man gibt sich Mühe, den inneren Schweinehund der Fitnesswilligen abzulenken, kein Cardiotraining ohne Fernseher, immer wieder neue Kursangebote, die das altbewährte Schlagen und Treten zur Musik unter neuem Namen verkaufen und Maschinen die absolut High-Tech sind und garantiert gelenkschonend zum Erfolg führen. Alles ist erlaubt, solange es uns nur gut genug von der eigentlichen körperlichen Tätigkeit ablenkt.

Die große Fitnessillusion wächst immer weiter, der Umsatz auch, nur die Menschen innerhalb dieser Maschinerie bleiben genauso unmotiviert und meistens auch genauso untrainiert wie am Anfang ihrer Karriere.

O.K., Schluss mit den negativen Worten, denn wer mich kennt, weiß, dass ich meine Energien lieber den positiven Dingen des Lebens zuwende. Um was geht es also in diesem Artikel? Ganz einfach, es geht um das, was einen Menschen zu einem Athleten macht, es geht um eine magische Kraft, die jeden in den Bann zieht, der sie einmal erlebt hat und die süchtig machen kann, auf eine positive Art und Weise.

Oft fragen mich Menschen nach meinem Geheimrezept für meine Motivation und ich muss sie eigentlich immer enttäuschen, denn ich habe kein Geheimrezept, für mich ist das Training genau die Tätigkeit, die ich tun möchte, ich könnte mir nichts besseres vorstellen, dass ich in dieser Zeit tun könnte und genau deshalb brauche ich mich gar nicht zu motivieren.

Training ist Meditation für den  Körper. Während dieser Erfahrung überschreitet man oft die Grenzen des menschlichen Verstandes und genau das ist der Moment, in dem Sport zu einer spirituellen Erfahrung wird.

Ich kann mich an unzählige Trainingstage erinnern, in denen ich diese fast mystische Erfahrung gemacht habe. Vor einigen Wochen z.B., als ich zusammen mit meiner Freundin eine ganz normale Trainingseinheit absolvierte.

Nach ca. 45 Minuten Kettlebell Training stand die letzte Aufgabe an, Swings mit einer 24er Kettlebell, 10 Minuten nonstop, ein extremes Ausdauertraining, das unglaublich intensiv ist.

Meine Freundin führte das gleiche Programm mit einer 13er Kettlebell aus und das Spiel konnte beginnen.

Wir führten 10 Minuten lang Swings aus, wechselten meistens nach 8-10 Wiederholungen die Arme und gingen die ersten 3-4 Minuten nonstop ohne Pause durch. Dann folgten immer wieder Belastungsphasen von 40 Sekunden mit knapp 20 Sekunden Pause dazwischen.

Wie auch immer, nach 5 Minuten begann langsam die Erschöpfung einzutreten, aber wir kämpften uns einfach immer weiter, nach 7 Minuten waren wir voller Adrenalin, unsere Körper reagierten wie in einer Extremsituation, was danach kam, war für jeden von uns unterschiedlich und ich kann deshalb nur für meine Erfahrung sprechen. Nach 8 Minuten existierten nur noch eine Kugel und ein Mensch, es gab keine Gedanken mehr, die Umwelt verlor an Bedeutung, es gab nur dieses eine zeitlose Gefühl der Verbundenheit. Grenzen und Trennungslinien verschwanden, aus einer externen Übung wurde eine innere Erfahrung und alles wurde ganz leicht.

Als nach 10 Minuten die Uhr klingelte, konnte ich keinen klaren Gedanken fassen.  Ich legte mich einfach flach auf den Boden, starrte in den Himmel, der Schweiß ran in Strömen an mir herab und mit letzter Konzentration konnte ich mir die Anzahl der Swings merken, die ich gemacht hatte: 224 in 10 Minuten.

Nicht dass Sie mich falsch verstehen, diese Gefühle waren keinesfalls negativ, ich fühlte mich körperlich nicht schlecht, meine Lebensfunktionen waren voll da, und auch wenn ich fauchte wie eine Dampflok, hatte ich keine Atemnot oder sonstige körperliche Probleme. Im Gegenteil ich fühlte mich lebendiger als sonst, kein Gedanke nichts störte dieses klare Gefühl der Verbundenheit zwischen mir und der Außenwelt. „Wir sind alle Eins“ – dieser Satz kam immer wieder in mir auf und ich lag bestimmt 15 Minuten auf meiner Matte im Garten und starrte in den blauen Himmel, beobachtete ein paar kleine Wolken und wusste, warum ich lebe, einfach so, ohne dieses Gefühl intellektuell benennen zu können. Meine Freundin, die 250 Swings macht, lag auch irgendwo und war sichtlich berührt von ihrer eigenen Erfahrung.

Obwohl ich an diesem Freitag vor dem Training nicht wirklich 100% wach und energiegeladen war, da ich schon 4 Tage Training hinter mir hatte, veränderte diese Erfahrung den ganzen weiteren Tagesablauf. Ich war fit, wach und positiv gestimmt, trainierte am Abend sogar noch ganz locker ein wenig Jiu Jitsu und war am nächsten Morgen ziemlich entspannt.

Zum zweiten Teil von "Schweben oder schuften - Die Magie der Bewegung"

Quelle:
www.fighter-fitness.com

Artikel drucken
Google
 
Web www.feel-fit.com

Diese Seite an einen Freund verschicken:

Trage einfach deine eMail-Adresse, die Adresse des Empfängers und eventuell eine kleine Nachricht in die jeweiligen Felder ein und klicke dann auf den Absende-Button!

Deine E-Mail-Adresse: E-Mail des Empfängers: Ich möchte den Feel-Fit Newsletter abonnieren! (nur Absender)
Nachricht (max. 80 Zeichen):
 
Absenden!





  WERBUNG | VOTINGS | NEWSLETTER | IMPRESSUM | DISCLAIMER | KONTAKT zum Seitenanfang