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Quelle:
Björn Friedrich

  • Kampfkunst-Lehrer
  • Repräsentant der Harris International Grappling Association für Deutschland
  • Gründer von Fighter-Fitness
  • Submission Wrestling Europameister 2003

www.fighter-fitness.com

Wann, wo und wie oft?

Oder die Frage nach dem perfekten Trainingsplan (Teil 1)

von Björn Friedrich

Wenn es eine Frage gibt, die mir sehr häufig gestellt wird, dann die nach Trainingshäufigkeit und Intensität. Soll man jeden Tag trainieren, welche Übungen sollte man bevorzugen und wie lange sollte man zwischen den einzelnen Sätzen pausieren?

Diese und ähnliche Fragen beschäftigen viele Athleten und ich möchte Ihnen in diesem Artikel einmal die Fighter-Fitness Trainingsprinzipien vorstellen. Vielleicht sehen Sie dann vieles in einem anderen Licht und beginnen Ihre eigenen Trainingserfolge oder auch Misserfolge viel besser zu verstehen.

In den letzten 10 Jahren hatte ich die Möglichkeit vieles auszuprobieren, andere Menschen zu beobachten und Erfahrungen zu sammeln und genau darauf basieren die Fighter-Fitness Trainingsprinzipien. Vielleicht sind Sie etwas ungewöhnlich und entsprechen nicht der gängigen Trainingsphilosophie, aber wenn Sie einmal den Mut haben Sie auszuprobieren, werden Sie schnell merken, das Sie funktionieren.

Prinzip Nr. 1: Abwechslung
Wissen Sie was? Es gibt keine perfekte Übungen, kein ultimatives Workout, denn wie so oft führen viele Wege nach Rom und der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Abwechslung.

Unser Körper gewöhnt sich mit der Zeit an jede Übung und auch unser Geist sucht nach einigen Wochen eine neue Herausforderung. Jedes Programm wird irgendwann langweilig und das führt dazu das man keine Motivation mehr hat. Wenn Sie nicht mehr “hungrig” nach dem Training sind, dann wird es auch seine Effizienz verlieren. Unser Körper ist keine Maschine die wir einfach benutzen können, im Gegenteil es ist eine Ansammlung von Energie, die ihren eigenen Gesetzen folgt und die sollten wir beachten.

Ich liebe z.B. ein ganz einfaches Programm aus Dands, Bethaks, Klimmzügen und Burpees, aber auch wenn das meine Favoriten sind, führe Ich Sie nicht das ganze Jahr aus. Es gibt Monate in denen ich völlig andere Übungen mache, aber ich komme immer wieder gerne zu den Basisübungen zurück.

Jeder Mensch ist anders und deshalb gibt es kein Universalrezept das auf jeden passt. Sie haben die Verantwortung für Ihren Körper und somit auch für Ihr Trainingsprogramm. Probieren Sie einfach alles aus, Sie werden schnell merken welche Übungen zu Ihren Favoriten zählen und welche nicht.

Wie oft sollten Sie die Übungen wechseln? Wie oft Sie wollen, solange Sie auf Ihren Körper hören und regelmäßig trainieren, werden Sie schnell merken ob Sie noch Spaß an den Übungen haben oder nicht. Wenn Sie sich zu einer Übungen zwingen müssen, werden Sie nicht mehr die optimale Leistung erzielen. Ich habe oft erlebt, das ich keine Lust auf mein alltägliches Training gehabt habe, wenn ich dann meine Routine kurzfristig umgestellt und mir eine neue Herausforderung gesucht habe, wurden Trainingseinheiten die langweilig anfingen plötzlich unglaublich motivierend. Der Krieger in uns sagt uns was zu tun ist, wir müssen nur anfangen auf Ihn zu hören.

Prinzip Nr. 2: Balance
Wissen Sie was passieren kann wenn man täglich Hunderte Wiederholungen von einer Übung macht? Wahrscheinlich werden Sie früher oder später Schmerzen bekommen, sich eine Gelenkentzündung einfangen und gezwungen sein zu pausieren. Egal welche Übung Sie ausführen, was zuviel ist, ist zuviel.

Wie schon erwähnt ist unser Körper keine Maschine, sondern eine Ansammlung von Energie, die nur perfekt funktioniert, wenn Sie in Balance ist. Das innere und äußere Gleichgewicht ist der Schlüssel zu Höchstleistungen, bzw. auch zu Verletzungen, Übertraining, je nachdem ob wir nach Balance streben, oder ins Extrem verfallen.

Als Kampfkünstler trainiere ich fast täglich mehrere Stunden, aber ich achte immer darauf, dass ich meinem Körper das gebe was er braucht. Wenn ich z.B. am Vortag ein intensives Kampftraining absolviert habe, werde ich meinem Körper eher Yoga und einen lockeren Lauf geben, als dass ich Ihn mit Hügelsprints, oder einbeinigen Kniebeugen malträtiere.

Umgekehrt gebe ich Ihm aber auch gerne eine Herausforderung und gehe gezielt und bewusst an meine Grenzen, um meine Fähigkeiten langsam aber stetig zu verbessern.
Ich sage immer, man hat eine Freundschaft mit seinem Körper und zu einer Freundschaft gehört Geben und Nehmen.

Zu einem ganzheitlichen Training gehören Kraftübungen, genauso wie Ausdauertraining, Dehnung und Muskelverlängerung, Atemtechniken, Energieübungen und Koordinationsdrills.

Sehen Sie den Körper als Ganzes und trainieren Sie Ihn auf diese Weise.
Es geht nicht darum einen großen Biceps oder dicke Brustmuskeln zu entwickeln, sondern die Leistungsfähig und das Potential Ihres Körpers voll zu entwickeln.

Natürlich funktionieren viele dieser “Hauruck” Methoden, kurzfristig, aber das Training des eigenen Körpers sollte eine Lebenseinstellung sein und da sollte man nicht in Monaten, sondern in Jahren denken. Der Weg ist das Ziel, genießen Sie den Weg und das Ziel kommt von ganz alleine immer näher. Haben Sie einfach vertrauen und wechseln Sie nicht andauernd die Richtung, Sie kommen schneller ans Ziel wenn Sie das tun, was Ihrem innersten Gefühl entspricht und Ihr Innerstes wird immer den Weg zum perfekten Gleichgewicht suchen.

Zum zweiten Teil von "Wann, wo und wie oft?"

Quelle:
www.fighter-fitness.com

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Web www.feel-fit.com

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