Die erste Methode ist ziemlich einfach. Sie benötigen dafür eine Klimmzugstange zu der Sie den ganzen Tag Zugang haben und die in Ihrer Nähe ist. Wenn Sie z.B. 10 Klimmzüge als Maximum schaffen, machen Sie einfach jede Stunde nur 2-3, wenn Sie das 10 mal am Tag machen, haben Sie 20-30 Klimmzüge ausgeführt ohne dabei bis zum Muskelversagen gegangen zu sein. Machen Sie das jeden oder jeden 2 Tag, je nachdem wie Sie sich fühlen und wie viel zusätzliches Training Sie noch ausführen. Wenn Sie dann nach einigen Wochen ihre maximale Leistung testen, werden Sie feststellen, dass Sie viel mehr als 10 Wiederholungen schaffen, 12-15 sind nach 12 Wochen durchaus realistisch.
Die andere Art des Trainings ist die “Leiter”. Sie führen einen Klimmzug aus und machen eine kurze Pause, danach machen Sie zwei, dann drei, usw. Auch bei dieser Übung sollten Sie nie bis zum Muskelversagen gehen. Sie die Leiter bis 8 schaffen würden, sollten Sie nur bis 6 gehen und dann lieber wieder bei 1 anfangen.
Ideal ist diese Übung mit einem Partner. Sie machen einen Klimmzug, er macht einen, dann machen Sie zwei, er macht zwei usw. So können Sie ohne große Pausen eine große Zahl an Klimmzügen ausführen, ohne dabei die Muskeln zu stark zu ermüden.
Beide Methoden basieren auf dem gleichen Prinzip. Sie steigern die Anzahl der Wiederholungen, aber Sie vermeiden Muskelversagen und Erschöpfung der Muskulatur. Durch diese Art des Trainings machen sie enorme Fortschritte. Training bis zur totalen Erschöpfung ist eine Erfindung der Neuzeit, die nicht funktioniert und auch noch nie funktioniert hat. Die Profis wissen das, nur die Amateure quälen Ihren Körper tagtäglich mit einem Programm das dem Körper eher schadet, als aufbaut.
Ein großer Vorteil von Klimmzügen liegt darin, dass Sie den gesamten Körper und vor allem die Bauch und Rumpfmuskulatur trainieren. Während Sie bei der Lat-Maschine z.B. bequem auf einer Bank sitzen und der Körper in Balance ist, ist er bei Klimmzügen in der Luft und steht unter Körperspannung. Es gibt unzählige Variationen von Klimmzügen, die nur mit enormer Körperspannung möglich sind und genau das unterscheidet z.B. einen Turner der sehr viel funktionelle Kraft hat, von jemanden der nur seine Arme und seinen Latisimus “aufpumpen“ will.
Wer Bethaks, Dands und Klimmzüge in sein Programm aufnimmt, braucht sich um seine Bauchmuskeln keine Sorgen zu machen, denn alle drei Übungen haben eines gemeinsam, sie beanspruchen die gesamte Rumpfmuskulatur. Kein Crunch oder Sit Up trainiert den Bauch so, wie es diese drei Übungen tun.
Zum Schluss möchte ich noch etwas zum Thema Wiederholungszahlen sagen, vielleicht haben Sie gemerkt, dass ich bis jetzt kaum etwas von bestimmten Wiederholungszahlen, oder Richtwerten gesagt habe. Das liegt einfach daran, dass gerade bei Klimmzügen die körperlichen Merkmale eines Menschen eine große Rolle spielen.
Wie gut ist jemand der 20 Klimmzüge schafft? Ehrlich gesagt kann ich das so nicht beantworten, denn wenn ein 18 Jahre alter Mann, mit 170 cm Körpergröße und einem Gewicht von 60 Kilo diese Leistung bringt, ist das gut aber nicht außergewöhnlich.
Wenn aber ein 30 Jahre alter Mann, mit 110 Kilo und einer Größe von 195cm die gleiche Maximalleistung schafft, ist das schon ziemlich außergewöhnlich.
Das eigene Körpergewicht und die Länge der Arme, bzw. des Körpers spielen gerade bei solch einer Übung eine große Rolle und jeder Mensch muss für sich selber herausfinden wie weit er bei dieser Übung gehen kann.
Weitere Informationen über Klimmzüge finden Sie unter www.Fighter-Fitness.com. Ich wünsche ihnen ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und großartige und interessante Ziele für 2005
"Klimmzüge Teil 1"
Quelle:
www.fighter-fitness.com |