Und was passiert im Warm up?
Herz-Kreislauf-System:
Es ist wichtig, große Muskelgruppen zu bewegen um einen Temperaturanstieg zu bewirken. Das
Herz-Kreislaufsystem wird angeregt, die Blutmenge wird erhöht, weil das Blut aus dem Verdauungstrakt
herangezogen wird. Das ist auch einer der Gründe warum man nicht mit vollem Magen trainieren sollte.
Außerdem wird die Durchblutung auch durch das Weitstellen und Öffnen der Kapillargefäße positiv
beeinflusst. Durch die gesteigerte Durchblutung wird die Muskulatur u.a. besser mit Sauerstoff
versorgt.
Um die größere Blutmenge auch in der Peripherie (Extremitäten) zu verteilen, muss das Herz schneller
schlagen. Der Blutdruck steigt parallel zur Atemfrequenz und zum Herzschlag.
Nun sollen aber durch das Aufwärmen auch der aktive und passive Bewegungsapparat vorbereitet werden.
1. Aktiver Bewegungsapparat (Muskeln):
Mit steigender Körpertemperatur werden die elastischen und viskösen Widerstände
(innere Reibungswiderstände) herabgesetzt. Hierdurch steigt die Kontraktionsgeschwindigkeit und
Dehnfähigkeit an. Die Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer der Muskelkontraktion erhöht sich.
2. Passiver Bewegungsapparat (Gelenke):
Gelenkknorpel haben keine Blutgefäße, sie werden von einer Flüssigkeit ernährt, die von der
Gelenkinnenhaut produziert wird. Da die Versorgung der Gelenkknorpel durch Be- und Entlastung
stattfindet heißt das: durch Bewegung (Schwammprinzip). Vor allem die gelenkbildenden Knorpelenden
"saugen" sich bei Bewegung voll, schon nach kurzzeitiger Belastung ist eine Zunahme der Knorpeldicke
festzustellen. Dadurch wird der Belastungsdruck und auch die Belastung durch Scherkräfte verringert,
denn die Dicke hat zugenommen und die Belastung wird auf eine größere Fläche der Bänder und Sehnen
verteilt. Bänder und das Sehnengewebe werden durch die steigende Körpertemperatur elastischer, was vor
allem im Sinne der Verletzungsprophylaxe positiv ist.
Suchen Sie sich zum Aufwärmen vielleicht ihr Lieblings Cardio Gerät aus. Egal ob Rad, Stepper,
Crosswalker oder Laufband – alle eignen sich hervorragend für das Warm up. Beim Laufband sollte man
selbst als "alter Hase" evtl. die ersten Minuten gehen und dann erst langsam ins Laufen wechseln.
Crosswalker haben den Vorteil, dass hier auch Arm- und Schulterbereich schon direkt mit in das Arbeiten
integriert werden. Um dann richtig aufgewärmt ins Training einzusteigen sollten sie mind. 8-10 Minuten auf
dem Cardio Gerät arbeiten.
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