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Quelle: Aboutpixel.de / onkelchen
| Bodybuilding Umstrittene Hilfe: Muskelwachstum durch Testosteron
Streichholzdünne Beine, yoghurtschlaffe Arme und eine Brust, die flach scheint wie die norddeutsche Landschaft – für viele Männer könnte es kaum etwas Schlimmeres geben. Täglich drehen sie Runde um Runde in den Parks und auf den Sportplätzen, stemmen Gewichte, die um ein Vielfaches schwerer sind als sie selbst und schütten sich mit Protein- und Energiecocktails zu. |
Für alle, denen das zu anstrengend ist, gibt es laut Experten eine weit weniger aufwändige Alternative. Testosteron heißt die Zauberformel, die einen schlanken Körper, der an den eines Orlando Bloom erinnert, in einen muskelbepackten Rambo verwandeln soll. Wer intensiv trainiert schüttet ohnehin vermehrt das männliche Hormon aus. Nur zu lang darf das Training nicht sein, dafür sollte es jedoch ordentlich zur Sache gehen. Für den Körper bedeutet das Stress pur. Leichter soll es mit sogenannten Testosteronpflastern gehen. Das behaupten zumindest manche Mediziner. Diese sind allerdings nur mit einem Rezept zu kriegen. Wer nicht aus dem Kabinett seines Arztes fliegen möchte, sollte sich vorher eine gute Erklärung überlegen und über die Nebenwirkungen bewusst sein.
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„Testosteronpflaster sind bei uns offiziell erst seit 1998 erhältlich. Gedacht sind sie als Alternative zu Spritzen für Männer mit Testosteronmangel“, sagt Professor Günter Stalla, Leiter der Endokrinologie, Max-Planck-Institut, München. Sind die kleinen Hormonspender erst einmal in den Händen des körperbewussten Mannes, wartet schon eine kleine Mutprobe auf ihn. Die Pflaster kommen auf die sensible Haut der Hoden. Dort ist sie so dünn, dass die Hormone sich problemlos den Weg in den Körper bahnen. Wer sie sich täglich dorthin pappt, kann mit einem konstant hohen Testosteronspiegel rechnen.
Die Muskeln bleiben jedoch klein. Zu gering ist die Dosierung, sagen die Forscher. Hoch ist nur das Risiko, seine Potenz und Libido in den Keller zu treiben. Einen Trainingsersatz bietet das leider nicht. Für Leistungssportler ist es außerdem ein absolutes No Go. Doping wäre die Diagnose, würde man sie damit erwischen. Und die Attraktivität steigern die Hormone mit Sicherheit auch nicht. Akne und Hoden, die winziger werden, Brüste, die irgendwann in den BH der Freundin passen, wären das traurige Resultat. Die Wahrscheinlichkeit an einem Lebertumor zu erkranken, steigt. Und wenn man die Hormondosis wieder absetzt, ist der Effekt auch bald dahin Also heißt es weiterhin die Muskeln stählen und mit den Gegebenheiten der Natur leben.
Weitere Infos unter: www.menshealth.de |