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Foto: pixelio.de / December_Girl
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Kreatin
Es versorgt unsere Muskeln mit Energie, sorgt für schöne glänzende Haare, starke Nägel und wird im Kampf gegen das Altern eingesetzt. Und angeblich soll es auch noch die Gehirnleistung steigern. Das Aminosäurederivat Kreatin spielt eine bedeutende Rolle im Energiestoffwechsel der Zelle.
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Unser Körper stellt es in der Niere, Leber und Bauchspeicheldrüse ganz von allein her und nimmt es zusätzlich durch Fisch und Fleisch mit der Nahrung auf. Doch viele wollen mehr. Seit Mitte der 90er Jahre ist Kreatin im Fitnesssport neben den Proteinen eines der gängigsten Produkte im Supplement-Bereich. Und egal, ob im Amateur- oder Leistungssport, Kreatin soll die maximale Leistung steigern. Auch wenn sich offiziell nur wenige dazu bekennen, wird es angeblich von Athleten in nahezu allen Sportarten genutzt. Die deutsche Anti-Doping-Kommission würde es am liebsten auf die schwarze Liste setzen. Denn mit Kreatin lässt sich der Körper auf unnatürliche Weise zu mehr Leistung treiben. Je mehr davon vorhanden ist, desto länger arbeitet der Muskel auf hohem Niveau und übersäuert nicht. Im Einzelfall kann es auch für Nichtsportler sinnvoll sein, ein Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen. Gerade für Menschen, die wenig Fleisch und Fisch essen, ist die Grundversorgung nicht gesichert.
Schon seit mehr als 150 Jahren ist die Substanz bekannt. Als Bestandteil der Fleischbrühe entdeckte sie 1834 der Franzose Chevreul. Es setzt sich aus den drei Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin zusammen. Etwa 100-120 Gramm davon hat eine 70 Kilogramm schwere Person, vor allem in den Skelettmuskeln, dem Herzmuskel und im Gehirn. Bei zwei bis vier Gramm liegt der tägliche Bedarf. Die Dosis, die Sportler einnehmen, ist häufig um ein Vielfaches höher - einer der Gründe, warum seit den 90er Jahren im Wettkampfsport eine sprunghafte Leistungssteigerung stattfand. Das gängigste Produkt ist ein Kreatin-Monohydrat, das meist in Pulverform eingenommen wird. Über Wirkung und Nebenwirkungen von Kreatin weiß die Wissenschaft trotz der schon langen Geschichte recht wenig, die Risiken sind relativ unklar. Es wird daher empfohlen, es als Nahrungsergänzung erst nach Absprache mit einem Arzt zu sich zu nehmen und eventuelle Veränderungen am Körper in einem Tagebuch festzuhalten. Von einer dauerhaften Einnahme raten Ärzte auf jeden Fall ab. Die organische Säure steht im Verdacht, Diabetes zu verursachen – und soll darüber hinaus auch noch zu einem unangenehmen Körpergeruch führen. Gesellschaft wird man dann trotz seines blendenden Erscheinungsbildes wohl eher nicht haben.
Weitere Infos: www.ernaehrung.de, www.sportmedinfo.de/kreatin.htm
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