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Foto: pixelio / Clarissa Schwarz
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Fango, Lehm und Moor
Braun und glitschig sieht die Masse aus. Fango, Moor und Lehm haben eines gemeinsam: Medizinisch angewendet, gehören sie zu den so genannten Peloidtherapien. Pelos heißt auf Griechisch Schlamm. Und der kann für unser Wohlbefinden sorgen.
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Fango bringt uns ins Schwitzen. Der heiße geruchlose Mineralschlamm aus Vulkanerde erweitert die Gefäße und beschleunigt den Blutkreislauf. Und noch besser – der heiße Schlamm bringt den Körper dazu, Endorphine zu produzieren, die eine schmerzstillende Wirkung haben. Damit eingerieben und in Frotteetücher gewickelt, entspannt er den Körper.
Ganz einfach ist er allerdings nicht zu gewinnen. Der Fangoschlamm muss in besonderen Becken lagern, wo er ständig direkten Kontakt mit fließendem Thermalwasser, Sonnenlicht und Luft hat. Anschließend wird die feste, kalte Masse in besonderen Öfen auf 60 bis 70 Grad erhitzt. Vor allem da, wo Wärme gut tut, kommt Fango zum Einsatz – etwa bei Rheuma, Rückenschmerzen und Verspannungen. Wird Fango zur Therapie angewendet, wird er auf eine Plastikfolie zwei Zentimeter dick geschmiert und dann auf etwa 50 Grad heruntergekühlt. Doch auch für die Schönheit wird die graue Masse gern verwendet. Selbst Schuppenflechten lassen sich mit dem Modder lindern, denn die Mineralsalze des Thermalwassers bringen den Säurehaushalt der Haut wieder ins Lot. Wird die Anwendung auch noch mit einer Massage verbunden, ist die Wirkung besonders groß. Ganz ungefährlich sind diese Packungen aber nicht.
Vorher sollte man sich mit seinem Arzt beraten, ob eventuelle Krankheiten damit verstärkt werden könnten. Wer zum Beispiel Probleme mit dem Blutdruck, dem Herzen und seinen Venen hat, sollte besser darauf verzichten. Auch Naturmoor wird bei rheumatischen Erkrankungen verwendet. Dieses wird in Moorgebieten, wie dem im Allgäu, gestochen. Wie der Fangoschlamm kann es als Packung verwendet werden oder als Moorbad. Oft werden daraus auch Kompressen gemacht, die einmal verwendet werden können. Dafür wird die Masse fest gepresst und mit einer durchlässigen Vliesschicht überzogen. Schon im Altertum wurde Lehm therapeutisch angewandt. Die Masse besteht vor allem aus Sand, Schluff und Ton. In Kombination können die Partikel große Mengen Wasser, Säure und andere Stoffe an sich binden und so Entzündungen hemmen. Etwa eine Stunde liegt der Patient bei einer Anwendung mit einer dicken Lehmschicht beschmiert und eingepackt. Wenn der Lehm antrocknet, entzieht er dem Körper die Giftstoffe und lässt die Haut, ist sie erst einmal wieder abgewaschen, gesund und frisch aussehen.
Weitere Infos: www.werde-gesund.info/therapie/Fango_Naturmoor.htm, www.fangocur.at |