Erste Deutsche Meisterschaft im Moorfußball
Seit bereits 12 Jahren findet 800 km nördlich von Helsinki regelmäßig die „Swam-Soccer“-WM statt.
Die erste offizielle Deutsche Moorfußball-Meisterschaft wird am 5. Mai 2012 am Alfsee in Rieste ausgetragen. Organisator Karsten Lammers von „Zing! Veranstaltungen“ aus Bramsche rechnet mit mehr als 25 Mannschaften, die bei der Premiere des Wettbewerbs den Titel erringen wollen. Gespielt wird mit fünf Feldspielern plus Torwart und zehn Auswechselspielern auf einem Acker- bzw. Moor-Kleinfeld.
Die teilnehmenden Teams haben hier außerdem die Chance, sich für die Moorfußball-Weltmeisterschaft zu qualifizieren, die traditionell in Finnland stattfindet. Die sogenannte „Swamp-Soccer“-WM lockt seit 12 Jahren bis zu 5.000 Aktive zum Wettkampf. Im Umfeld des Turniers zieht außerdem ein großes Rock-Musik-Programm bis zu 30.000 Gäste in die Gegend rund 800 km nördlich von Helsinki an.
Ebenso wie bei dem Festival in Finnland hat auch das Moorfußball-Spektakel im Landkreis Osnabrück vor allem Event-Charakter mit Sport und Unterhaltung. Livemusik mit drei Bands soll für einen „rockigen Rahmen“ am Abend sorgen. „Headliner" ist dabei der Rock 'n Roller Johnny Rocket mit seiner Band.
Bisher haben sich 16 Teams für die Deutsche Meisterschaft angemeldet. Sie kommen hauptsächlich aus dem westlichen Niedersachen und dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen; von der Nordsee ebenso wie aus dem Sauerland. Auch aus Schwerin ist eine Delegation dabei, die über eine Hobbyfußball-Webseite auf den Wettbewerb aufmerksam wurde. Bei den Damen hat sich beispielsweise die erste Mannschaft von Bruchhausen-Vilsen aus der Lüneburger angekündigt.
Unterhaltung und Qualifikation für WM in Finnland inklusive
„Bei uns steht der Spaß für Jedermann klar im Mittelpunkt. Es werden Hobby-, Firmen und Liga-Mannschaften dabei sein, nur unterteilt nach Damen und Herren. Wer mitmacht, sollte nicht nur volljährig, sondern auch recht fit sein, denn Moorfußball ist extrem kraftraubend. Die Verletzungsgefahr hält sich allerdings stark in Grenzen, denn das Umgrätschen des Gegners wird sofort mit einer roten Karte geahndet. Lediglich seitliches Rempeln ist erlaubt“, erläutert Karsten Lammers die Regeln.
Fußballmannschaften, die auch am regulären Spielbetrieb teilnehmen, erhalten zumindest auf Kreisebene vom Niedersächsischen Fußball-Verband NFV die volle Unterstützung und können ihre für das Wochenende um den 5. Mai angesetzte Begegnung ohne Weiteres verlegen lassen.
