4,5 bis fünf Liter pro Minute pumpt ein gesundes Herz durch seine Kammer, bei großer Aufregung und körperlicher Belastung können es sogar bis zu 30 Liter werden. Problematisch wird es allerdings, wenn die Pumpe lahmt. Schon längst ist klar, die Menschen im Mittelmeerraum leiden seltener unter Herz-Kreis-Lauf-Erkrankungen. Viel Obst und Gemüse und wenig Fleisch sind unter anderem verantwortlich für ihr gesundes Herz. Ihre Mahlzeiten bereiten sie meist mit Olivenöl zu. Und dieses schützt vor Herzinfarkt. Denn was als Kalorienbombe getarnt ist, kann das Leben verlängern.
Die gefüllten Teigtaschen, mit Olivenöl begossen und Nüssen garniert, müssen also nicht unbedingt schädlich sein. Die einfach ungesättigten Fettsäuren im Olivenöl senken Cholesterin, allerdings nur das böse LDP-Cholesterin, das sich an den Gefäßwänden ablagert. Das „gute“ Cholesterin bleibt unangetastet. Die Antioxidantien, die es im Olivenöl reichlich gibt, machen Freie Radikale kalt. Diese sind Verursacher von oxidativem Stress. Sie beschädigen die Blutgefäße und tragen ganz entscheidend zur Entstehung der koronaren Herzerkrankungen bei. Der einzigartige Geschmack des Öls ist außerdem nicht nur lecker, sondern zusätzlich auch gesund. Die phenolischen Komponenten und sekundären Pflanzenstoffe, die für das Aroma verantwortlich sind, haben auch positive Auswirkungen auf den Organismus. 50 bis 800 Milligramm dieser Substanzen enthält ein Kilogramm natives Olivenöl und ist deshalb bedeutend resistenter gegen Oxidation als andere Öle. Nicht jedem schmeckt jedoch sein eigenwilliger, ins bittere tendierende Geschmack. Die Alternative lautet Rapsöl. Die Zusammensetzung seiner Fettsäuren ist der des Olivenöls ähnlich. Vom Herzvitamin E hat es auch reichlich zu bieten. Allerdings fehlen ihm die reichhaltigen sekundären Pflanzenstoffe.
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So gesund die Öle auch sind, Fett bleibt Fett. Es sollte also nur in Maßen aufgenommen und nicht löffelweise pur verschlungen werden. Als Faustregel gilt 1 Gramm pro Kilogramm Sollgewicht minus 100. Eine 1,68 Meter große Person kann demnach 68 Gramm Fett zu sich nehmen. Besser als maßloser Konsum ist es also, alle anderen Fette wie Margarine, Butter oder Bratfett gegen die guten Öle auszutauschen. Sie sind viel leichter verdaulich und machen Haut und Haare schön. Selbst bei Muskelkater, Krämpfen und Pusteln sollen die grünen oder gelben Öle helfen. Und sie regen das Glückshormon Serotonin an. Glückliche Menschen sind bekanntlich stressresistenter und schonen damit auch ihr Herz.
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