Essen auf die Schnelle
Fastfood im engeren Sinn findet in der Regel außer Haus statt und kann direkt vor Ort verzehrt oder mitgenommen werden. Die Rede ist von den bekannten Dickmachern, wie Currywurst, Pommes frites oder Hamburgern. Im weiteren Sinn zählen alle Speisen zu Fastfood, die sich für den schnellen Verzehr eignen. Schnell ist kein Kriterium für Geschmack oder Qualität, sondern beschreibt die Geschwindigkeit, mit der eine Mahlzeit zubereitet und verzehrt wird. Schnelles Essen ist zumeist ungünstig: man isst leicht zu viel und belastet die Verdauung.
Achtung Fett
Problematisch ist der hohe Fettgehalt vieler klassischer Fastfood-Gerichte. Currywurst Pommes zum Beispiel besteht zu rund 60 Prozent aus Fett und liefert bereits fast die Hälfte der täglich empfohlenen Kalorienmenge. Und klar ist: Je höher der Fettanteil, desto geringer der Anteil an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen.
Zutaten oft minderwertig
Herkömmliches Fastfood besteht zum großen Teil aus weniger wertvollen Zutaten, wie Weißmehl, Zucker oder Fertigsaucen, und enthält zahlreiche Zusatzstoffe. Eine gesündere Alternative ist zum Beispiel asiatisches Fastfood, das mehr Gemüse enthält.
Unser Tipp
Werten Sie ein Fastfood-Gericht öfter mit Salat oder Orangensaft auf. So lässt sich zum Beispiel etwa ein Drittel des Tagesbedarfs an Ballaststoffen decken.
Ernährungswissenschaftliche Sicht
Häufig ist Fastfood nicht nur zu kalorienreich, sondern auch zu süß und zu salzig. Wer sich ausschließlich von Fastfood ernährt riskiert, dass er dick und krank wird. Deshalb: Klassisches Fastfood nur gelegentlich! Und wenn, dann am besten kombiniert zum Beispiel mit Salat oder Fruchtsaft.
Vegetarische Ernährung
Vegetarische Kostformen setzen (fast) nur auf pflanzliche Nahrung. Besonders Ovo-Lacto-Vegetarier haben dadurch zahlreiche gesundheitliche Vorteile.
Motive von Vegetariern
Unter den vielen möglichen Beweggründen für eine vegetarische Lebensweise dominieren ethisch-religiöse (Töten als Tabu), gesundheitliche und ästhetische Gründe (totes Tier erzeugt Ekel).
Vegetarische Kostformen
Der Vegetarismus umfasst Ernährungsformen, die nur den Verzehr pflanzlicher bzw. Produkte vom lebenden Tier erlauben. Fleisch, Geflügel und Fisch sind verboten. Die Lebensmittelauswahl bestimmt die Art der vegetarischen Ernährungsweise: - Lacto-Vegetarier essen zur pflanzlichen Kost noch Milch und Milchprodukte. - Ovo-Vegetarier verzehren zusätzlich nur Eier. - Ovo-Lacto-Vegetarier ergänzen ihre pflanzliche Nahrung durch Milch, Milchprodukte und Eier. - Strenge Vegetarier (Veganer) verzichten ganz auf tierische Produkte. - Rohköstler sind Vegetarier, die pflanzliche Kost nur in Rohform essen.
Eine ausreichende Nährstoffversorgung erfolgt am einfachsten durch die ovo-lacto-vegetabile Kost, die Eier und Milchprodukte einschließt.
Nährstoffversorgung sichern
Tierisches Eiweiß ist für den Menschen wertvoller als pflanzliches. Richtig kombiniert, geben auch pflanzliche Nahrungsmittel dem Körper alle wichtigen Aminosäuren zur Herstellung hochwertiger Proteine. Solche Kombinationen sind zum Beispiel Kartoffeln und Ei, Vollkornbrot und Käse, Getreide und Hülsenfrüchte.
Mangelerscheinungen vorbeugen
Da der Körper Vitamin D, Eisen und einige B-Vitamine besser aus tierischen Nahrungsmitteln (Fleisch, Leber, Fisch) verwerten kann, ist auf eine ausreichende Versorgung zu achten. Vitamin B12 findet sich zum Beispiel in Sauerkraut.
Unser Tipp
Begegnen Sie Eisenmangel frühzeitig durch Kombinationen eisenreicher pflanzlicher Lebensmittel (Hirse oder Vollkorngetreide) mit Vitamin C (Obst, Obstsäfte oder Gemüse). So kann der Körper Eisen besser aufnehmen.
Ernährungswissenschaftliche Sicht
Insbesondere die ovo-lacto-vegetabile Ernährung ist als Dauerkost zu empfehlen. Vegetarier haben seltener Übergewicht, Bluthochdruck oder hohe Cholesterinwerte. Sie sind dadurch besser vor Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen geschützt. Wichtig ist eine optimale Speiseplangestaltung, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Vegane Ernährung
Veganer, so genannte strenge Vegetarier, ernähren sich rein pflanzlich. Nur ein sehr sorgfältig zusammengestellter Speiseplan kann Nährstoffmängeln vorbeugen.
Nährstoffmangel vorbeugen
Damit es bei Veganern nicht zu Nährstoffmängeln kommt, müssen sie über den Nährstoffbedarf ihres Körpers sehr gut Bescheid wissen. Besonders die Versorgung mit Eisen, Vitamin B12, D oder Proteinen kann kritisch werden.
Eisen Vitamin C, Fructose oder Milchsäure fördern die Eisenaufnahme. Empfehlenswert zum Beispiel ein Glas Orangensaft zum Linseneintopf.
Vitamin B 12 Sauerkraut enthält verwertbares Vitamin B12. Andere Vitamin-B12-Quellen sind zum Beispiel Hefe, Multivitaminsaft, Frühstücksflocken oder Sojamilch.
Vitamin D Viele Gemüsesorten, zum Beispiel in Kohl, Spinat, Pilzen und Hefe, enthalten ein Provitamin, das der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts zu Vitamin D umwandeln kann.
Proteine Pflanzliches Eiweiß ist schlechter verwertbar als tierisches. Geschickt kombiniert steigt der Wert pflanzlicher Proteine, zum Beispiel durch eine Mischung aus Mais und Bohnen.
Unser Tipp
Achten Sie auf einen ausreichenden Kaloriengehalt Ihrer Nahrung, da sonst Energie aus körpereigen Proteinen gewonnen wird. Zudem können Nahrungsergänzungsprodukte zu einer besseren Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen beitragen.
Ernährungswissenschaftliche Sicht
Veganer nehmen viele ungesättigte Fettsäuren und große Mengen an Kohlenhydraten, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen auf. Sie haben zumeist einen niedrigen Cholesterinspiegel. Durch den vollständigen Verzicht auf tierische Lebensmittel riskieren sie allerdings oft eine Unterversorgung mit lebenswichtigen Nahrungsbestandteilen. Der Veganismus ist nur bei sehr sorgfältiger Speiseplangestaltung für gesunde Erwachsene geeignet. Für Säuglinge und Kleinkinder sowie Kranke, Schwangere, Stillende und Senioren ist diese Art der Ernährung strikt abzulehnen.
Quelle: 
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