Sauer macht lustig Johannisbeeren sind nach den Sauerkirschen die säurereichsten Früchte. Neben den bekannten roten und schwarzen Johannisbeeren werden auch sehr vereinzelt weiße Johannisbeeren auf dem Markt angeboten. Schon im Namen der Johannisbeere versteckt sich ein Hinweis auf ihren Reifezeitpunkt, erreicht sie diesen doch Ende Juni, rund um den Johannistag (24.06.). Schwarze Johannisbeeren hingegen werden eher im Juli/August geerntet. Beide Sorten werden von Hand direkt in die Verkaufsschalen gepflückt und so bis in den September hinein auf dem Markt angeboten. Die säuerlich-erfrischenden Johannisbeeren sind nur kurze Zeit haltbar und sollten frisch verzehrt oder rasch weiterverarbeitet werden.
Vielseitig verwendbar Johannisbeeren sind besonders reich an Vitaminen und Mineralstoffen (u.a. Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen). Die schwarzen Sorten der Johannisbeere besitzen mit 177-189 Milligramm/100 Gramm sogar einen weitaus höheren Vitamin-C-Gehalt als die Zitrone mit „nur“ 50 Milligramm/100 Gramm. Aufgrund ihres frisch-säuerlichen Geschmacks lassen sich Johannisbeeren ideal mit anderen Beerenarten zu einer Marmelade oder roter Grütze weiterverarbeiten. Neben der geschmacklichen Bereicherung von Desserts, Kuchen und Nachspeisen können insbesondere schwarze Johannisbeeren auch zur Verfeinerung von Wildgerichten genutzt werden.
Unter falscher Flagge Botanisch betrachtet ist die Himbeere wie auch die Brombeere keine „Beere“ sondern eine Sammelfrucht. Beide, zu der Familie der Rosengewächse zählende Früchte bestehen aus einer Ansammlung kleiner saftiger Steinfrüchtchen, von denen jedes einzelne einen winzigen Samen enthält. Himbeeren und Brombeeren sind äußerst empfindlich und werden deshalb von Hand direkt in die Verkaufsschalen geerntet. Die Beeren sollten so wenig wie möglich gewaschen werden, damit sie nicht unnötig auslaugen. Es ist ratsam die Früchte nur kurz abzubrausen und dann behutsam trocken zu tupfen. Des Weiteren ist es empfehlenswert, die Beeren, insbesondere Himbeeren, direkt zu verzehren. Brombeeren halten sich maximal drei Tage im Kühlschrank.
Köstlichkeiten in rot und schwarz Geschmacklich überzeugen die saftig-süßen Himbeeren durch ihr besonders intensives, volles Aroma. Brombeeren schmecken zu ihrem optimalen Reifezeitpunkt sehr kräftig säuerlich-süß und sind damit etwas herber als ihre roten Verwandten, in der Vergangenheit galten sie als Heilpflanzen. Himbeeren enthalten zahlreiche Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen) und Vitamine (Provitamin A, viele B-Vitamine, Vitamin C). Brombeeren weisen neben einer Vielzahl an Mineralstoffen und Vitaminen (A, C, E) zudem wertvolle bioaktive Substanzen wie Anthozyane und Polyphenole auf.
Die blaue Perle Bei den blauen kugeligen Heidelbeeren wird zwischen wild wachsenden Waldheidelbeeren und Kulturheidelbeeren unterschieden. Die kultivierten Heidelbeeren sind wesentlich größer als ihre wilden Verwandten und wachsen an stattlichen Sträuchern von bis zu zwei Metern Höhe. Haben die Heidelbeersträucher diese Größe erreicht, können sie einen Ernteertrag von vier bis zehn Kilo pro Strauch erbringen. Hauptangebiete der Kulturheidelbeere sind die Lüneburger Heide, Brandenburg, Teile von Oldenburg sowie Gebiete in Süddeutschland und Mittelbaden. Die Beeren besitzen entgegen mancher Vermutung farbloses Fruchtfleisch und farblosen Saft. Ihre blaue Färbung verdankt die Frucht den förderlichen Farbstoffen, die in ihrer Schale stecken.
Geschmacklich ein Glanzpunkt Roh, leicht gezuckert oder als Bereicherung für verschiedenste Nachspeisen wie Törtchen und Kuchen, Quarkspeisen oder Kaltschalen, sind Heidelbeeren ein herrlich fruchtiger Genuss. Heidelbeeren sind reich an Mineralien und Spurenelementen (wie Calcium, Eisen, Kalium, Zink, Mangan), enthalten unterschiedliche Vitamine (Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe) und bioaktive Substanzen wie Pflanzenfarbstoffe und Gerbstoffe. Somit kann auch die Heidelbeere einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit leisten.
Nicht stachelig, nur borstig Die kugeligen, leicht ovalen Stachelbeeren sind etwa kirschgroß und durchscheinend, grünlich weiß, goldgelb oder hellbraun bis rot gefärbt. Entgegen ihrer Bezeichnung sind die Beeren keineswegs stachelig, sondern lediglich mit mehr oder weniger borstigem Flaumhaar bedeckt. Die geschmackliche Breite der Stachelbeeren reicht je nach Sorte und Reifezustand von köstlich süß bis hin zu eher säuerlichen Sorten. Die Stachelbeersaison beginnt bereits im Mai, hat ihren Höhepunkt Ende Juni und endet im August. Vollreif schmecken die Früchte am süßesten. Liebhabern von sauren Beeren wird geraten, beim Verzehr von unreifen Früchten keine größeren Mengen zu sich zu nehmen.
Leckere Energielieferanten Stachelbeeren dienen hervorragend als Energielieferant, enthalten doch auch die säuerlichen Sorten relativ viel Zucker. Nach der Tafeltraube weisen die Stachelbeeren den höchsten Zuckergehalt unter den heimischen Beeren auf. Zudem enthalten die Früchte das Provitamin A, Vitamin C, E und Vitamine der B-Gruppe, Kalium, Calcium und Natrium. Dem hohen Anteil an Apfel- und Zitronensäure verdanken die Stachelbeeren, dass sie verdauungsfördernd und appetitanregend wirken können. Stachelbeeren sind somit, wie viele andere Beerenarten, eine wertvolle und gesundheitsfördernde Obstart, die hilft, vital und fit den Sommer zu durchlaufen.
Quelle: RUNNING
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