Essen und Trinken wie „Gott in Italien“ ist demnach gesundheitsfördernd. Nicht zuletzt dadurch erfreut sich die Mittelmeerküche auch bei uns zunehmender Beliebtheit. Oft ist es ein Stück Urlaub, dass wir auf diese Weise mit nach Hause nehmen...
Werfen wir einen Blick auf den Tisch und die Gewohnheiten unserer südländischen Nachbarn: Wir sehen viel Obst und Gemüse, Salate, hochwertige Pflanzenöle – meist Olivenöl – als wichtigste Fettquelle sowie Fisch und Milchprodukte. Hinzu kommen Wasser und Wein als Tischgetränke. Es sind aber nicht nur die Lebensmittel, die typisch für die Mittelmeerküche sind, es sind die Gewohnheiten bei Tisch. Das Essen ist ein Ereignis, dem Zeit und Ruhe gewidmet werden. Oft trifft man sich abends im Kreis der Familie oder mit Freunden. Sicher gibt es in den südeuropäischen Ländern Fast-Food-Ketten, trotzdem ist der Stellenwert des Essens – vor allem des gemeinsamen Essens – höher als bei uns. Dennoch, auch wir können mediterran genießen. Worauf kommt es an und worin bestehen Unterschiede zu unserer heimischen Küche? Gemüse und Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte sind nicht nur wichtige Vitamin- und Mineralstofflieferanten, sie enthalten auch wichtige Ballaststoffe. Im Gegensatz zu uns, essen die Südeuropäer eher Weißbrot; hier sollten wir beim Vollkornbrot bleiben. Weißbrot enthält so gut wie keine Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Diese Stoffe beziehen die Südeuropäer aus Gemüse, Obst & Co. In unserer Küche sollte Vollkornbrot ein fester Bestandteil bleiben, denn eine ballaststoffreiche Ernährung hilft nicht nur unserem Darm, sondern schützt zudem vor Darmkrebs.
Obst & Gemüse – mehrmals am Tag
In „Grünzeug“ stecken neben den bereits genannten Stoffen auch sogenannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die farb-, geruchs- und geschmacksgebend sind und als natürliche Abwehr der Pflanzen gelten. Sie schützen auch uns und helfen, Bakterien zu töten und Zellschädigungen zu vermeiden. Obst & Gemüse schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wirken auch bei einigen Krebserkrankungen protektiv. Dies liegt wahrscheinlich größtenteils an den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen. Möglicherweise spielen aber auch noch andere Faktoren eine Rolle. Deshalb hilft es nicht, auf Vitaminpillen auszuweichen. Obst und Gemüse in ihrer natürlichen Form – möglichst abwechslungsreich – sind entscheidend. Dabei ist es am besten, saisonale Sorten, d.h. das was gerade in der Jahreszeit bei uns wächst, zu bevorzugen. Hierfür sollten Sie beim Kauf immer auf das Herkunftsland achten. Heimisches Obst und Gemüse kann wegen der kurzen Transportwege reif geerntet werden und enthält somit mehr bioaktive Stoffe. Als Alternative ist der Griff in die Tiefkühltruhe möglich. Tiefgekühltes Gemüse und Obst wird gleich nach der Ernte gefrostet, alle Nährstoffe sind sprichwörtlich konserviert und bleiben erhalten. Fünf Portionen Pflanzenkost am Tag, wobei eine Portion ungefähr einer Hand voll entspricht, wären wünschenswert. Und übrigens, ein Glas Frucht- oder Gemüsesaft (100 Prozent Fruchtgehalt) zählt als eine Portion.
Pflanzenöle – typisch für die mediterrane Küche
Olivenöl steht in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich hoch im Kurs. Es ist reich an so genannten einfach ungesättigten Fettsäuren. Gerade diese wirken sich positiv in der Prävention von zahlreichen Erkrankungen (z.B. Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen) aus. Auch bei uns ist Olivenöl mittlerweile sehr beliebt. Wir haben aber hierzulande auch ein heimisches, sehr hochwertiges Pendant: Rapsöl. Es ist ebenfalls reich an einfach ungesättigten Fettsäuren, enthält darüber hinaus aber noch andere spezielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die Omega-3-Fettsäuren. Auch diese spielen eine immer bedeutendere Rolle wenn es darum geht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. In seiner Fettsäurezusammensetzung ist Rapsöl dem Olivenöl überlegen. Es ist geschmacksneutral und kann gut erhitzt werden. Verwenden Sie Olivenöl für schmackhafte Salate und Rapsöl für die heiße Küche. Wechseln Sie einfach die Sorten ab, ein bis zwei Esslöffel hochwertigen Öls am Tag dürfen es ruhig sein ...
lFisch – liefert wichtige Omega-3-Fettsäuren
Was wäre die Mittelmeerküche ohne Fisch? Kaum vorstellbar. Frischer Seefisch enthält wertvolles Jod – wichtig für unsere Schilddrüsenfunktion – und Eiweiß. In den fetten Seefischarten (z.B. Hering, Makrele und Lachs) finden sich zudem Omega-3-Fettsäuren. Diese tragen zur Senkung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Auch hierzulande erhalten Sie frischen Fisch oder greifen auf tiefgekühlte Produkte zurück. Übrigens enthält auch eingelegter Fisch oder welcher aus der Dose diese wichtigen Bestandteile. Besonders reich an Omega-3-Fettsäuren sind Hering, Makrele und Lachs (Wildlachs). Mindestens einmal pro Woche, besser noch öfter Fisch essen, lautet die Empfehlung. Warum nicht mal Fisch statt Wurst auf das Brot. Probieren Sie es aus.
Käse und Joghurt in südlichen Ländern beliebt
Milchprodukte liefern wertvolles Eiweiß,Vitamine und Mineralstoffe, allen voran Kalzium. Kalzium ist wichtig für die Knochen und Zähne. Es spielt eine wichtige Rolle in der Osteoporose-Prävention. Trinken Sie täglich Milch und essen Sie Milchprodukte. Joghurt ist z. B. gerade in den Sommermonaten sehr erfrischend – gemischt mit Obst oder als Getränk. Und Käse schmeckt das ganze Jahr. Falls eine Milchzu-ckerunverträglichkeit vorliegt, versuchen Sie es mit kleinen Joghurtmengen oder anderen Sauermilchprodukten. Hier ist dank der Bakterienkulturen weniger Milchzucker enthalten.
Fleisch – ein wichtiger Eisenlieferant
Fleisch und Geflügel sind ebenfalls Bestandteil der mediterranen Küche, werden allerdings nur maßvoll genossen. Neben hochwertigem Eiweiß enthält Fleisch wichtiges Eisen und Zink. Bevorzugen Sie fettarme Fleischsorten.
Gewürze und Kräuter – peppen jedes Essen auf
Benutzen Sie zum Verfeinern der Speisen viele frische oder tiefgekühlte Kräuter. So sparen Sie Salz, denn ein hoher Salzverzehr ist oft eine Ursache für eine Bluthochdruckerkrankung. Kräuter beinhalten darüber hinaus viele Vitamine und Mineralstoffe und machen jedes Essen „farbenfroher“. Auch das Auge isst mit.
Nehmen Sie sich Zeit – genießen Sie in Gemeinschaft
Auch das ist ein wesentlicher Aspekt der Mittelmeerküche. Der Spaß am Kochen und am Essen bereichert das Leben und die Gespräche dabei helfen Frust abzubauen.
Und dann war da noch die Sache mit dem Wein...
Er ist das typische Getränk der mediterranen Küche und wird zum Essen getrunken. Zusätzlich steht aber immer reichlich Wasser auf dem Tisch. Ein bis zwei Gläser Wein kann auch bei uns niemand verwehren. Doch bitte, es sollte nicht gleich die ganze Flasche sein.
Quelle:
www.fit-mit-walking.de
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