Mit dem Surfbrett auf einer Welle reiten, heißt für viele Sportler sich eins mit der Natur fühlen. Schon vor 4.000 Jahren machten sich Polynesier liegend, sitzend oder stehend auf Reisbündeln oder flachen Brettern die Kraft des Wassers zu nutze und glitten über die Wellen. Man muss gar nicht nach Hawaii reisen, um zuverlässige und dennoch gewaltige Wellen zu erleben.
Foto: sxc.hu / paulosimao
Auch in Europa gibt es immer mehr Orte, in denen der Surf-Tourismus boomt. Die besten Möglichkeiten auf unserem Kontinent findet ihr an der nordspanischen Küste. Die Wassertemperatur ist hier durch den Golfstrom konstant hoch und ermöglicht das Wellenreiten sogar im Winter. Auch die Kanarischen Inseln sind im Winter wegen der milden Wassertemperaturen beliebt. Eher anspruchsvoll sind die Wellen im Norden Fuerteventuras, wo es am „North Shore“ zahlreiche Möglichkeiten gibt, mit dem Brett übers Wasser zu jagen. Meist sind die Strände etwas weit ab und müssen mit dem Jeep angefahren werden. Doch ist man erst einmal da, ist ein hoher Spaßfaktor garantiert. Im Süden der Insel ist der Sport noch nicht so bekannt und wird gerade erst erschlossen. Einige Surfschulen lassen sich allerdings auch hier finden. Lanzarote bietet lange Sandbuchten, in denen sich immer mehr Surfer treffen. Und Las Palmas, die Inselhauptstadt Gran Canarias, wird nicht ohne Grund „Surf-City“ genannt.
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Das wahre und wohl bekannteste europäische Surf-Paradies findet ihr an der französischen Atlantikküste. Die Surf-Tradition ist dort schon sehr lang verwurzelt. Am endlos scheinenden Sandstrand zwischen Biarritz und Bordeaux treffen sich jährlich unzählige Surfer. Mit ihren bunten Anzügen sehen sie aus, als würden sie auf dem Wasser tanzen. Auch im Mittelmeer findet man sehr viele Surf-Spots, das italienische Varazze etwa oder im spanischen Katalonien. Die Costa de la Luz zwischen Gibraltar und Cadiz kann mit einigen Schulen aufwarten und ist obendrein noch günstig. Dass an Portugals Stränden das Surfen schon fast zum Urlaub dazugehören muss, ist bekannt. Der Norden allerdings ist noch ein wahrer Insider-Tipp. Über den Flughafen in Porto ist er auch noch preiswert zu erreichen. Wem das alles immer noch zu weit ist, bleibt einfach in Deutschland, denn auch die Nordsee hat einen ordentlichen Wellengang zu bieten. Ganz so konstant wie am Atlantik ist dieser zwar nicht, aber gerade für Anfänger absolut ausreichend. Und selbst die Ostsee hat einige wenige Tage im Jahr ganz anständige Wellen.
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